Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ernst Rietschel
Person:
Oppermann, Andreas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-540034
.suv 
mit heftiger Leidenschaft und rastlos schuf, ein gutes 
Stück seines Lebens, sein ganzes Sein in die Arbeit legte. 
Die SchilleriGoethe:Gruppe wurde freilich nicht zu 
dem Zeitpunkte vollendet, welcher contractlich als wün: 
schenswerth angenommen worden war. Womöglich sollte 
sie 1854 vollendet sein, Nietschel hat aber zwei volle Jahre 
länger daran gearbeitet. Erst Anfang des Jahres 1857 
konnte die Ablieferung des großen Modells an die 
mtinchener Erzgießerei erfolgen. Wie von selbst ver: 
ständlich, war König Ludwig ungeduldig. Schon am 
3. September 1857, als dem hundertjährigen Geburts: 
tage Karl August7s, sollte die Gruppe in Weimar zur 
Aufstellung gebracht sein. Dies war der Wunsch der 
beiden Fürsten, König Ludwig7s und Großherzog Karl 
Alexanderls. Wie war es möglich, den Guß in so 
kurzer Zeit herzustellen2 Allein mit wahrhaft humaner 
Schonung verfuhr der Großherzog, und es bewies die 
tiefgehende Achtung des Fürsten vor einer Künstlerindi: 
vidualität, wie die Rietschel7s war, wenn er an den: 
selben schrieb, die Jnnigkeit, mit der Rietschel seiner 
Aufgabe lebe, habe ihn tief gerührt; großes Vertrauen 
habe er zu ihm gehabt, als er ihm die Aufgabe ange: 
boten, und man wechsele Vertrauen nicht, er vertraue ihm 
ebenso, daß er das Rechte und Mögliche thun werde, 
sei es nun, daß sich die Gußvollendung zu dem ge: 
wünschten Termine noch erreichen lasse, sei es nicht; er 
möge also bei Anwendung derjenigen Beschleunigung, 
die ohne Nachtheile für das Werk thunlich sei, nur ja 
seine Gesundheit im Auge behalten und sich keine über: 
mäßige Anstrengung auferlegen, denn dies verursacht 
zu haben wolle und könne er nicht verantworten.
        

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