Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ernst Rietschel
Person:
Oppermann, Andreas
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536894
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-538405
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und Würde die Energie niederhält und nur dem höchsten 
Geiste Freiheit läßt, sich mit ihr zu vereinigen, wo nicht 
sie zu überwinden.H 
Thorwaldsen und Overbeck, um nur von den aller: 
bedeutendsten Künstlern zwei gewiß sehr gegensätzliche 
zu nennen, waren anderer Meinung; sie hatten eben: 
falls diesen Gegenstand behandelt S Thorwaldsen in 
einem vier Fuß hohen und achtundvierzig Fuß langen 
Relief, welches sich in der Friedenskirche zu Kopenhagen 
befindet. 
Goethes Urtheil ist für die damalige Periode seines 
Lebens charakteristisch. Er betrachtete die neuen Kunst: 
erscheinungen mit wachsendem Mistrauen, er fühlte sich 
mit seinen aus der classischen Kunst geschöpften An: 
sichten in völligstem Gegensatze zu allem, dessen Gut: 
stehung er aus der Richtung der Romantik herleitete, 
und erhielt sein sonst so großes Auge für alles Schöne, 
Kräftige und Geistvolle nicht völlig unbefangen, sonst 
würde er nicht den Faust und Mephistopheles des Frau: 
zosen Delacroix  unglaublich fast  über die gewaltige 
Composition unsers Cornelius gesetzt haben. 
In die Zeit des ersten berliner Aufenthalts gehören 
auch noch zwei Skizzenmodelle zum Denkmal Friedrich 
August7s des Gerechten von Sachsen. Dies Denkmal 
sollte dem Künstler viel Sorgen und Verdrießlichkeiten 
bereiten; seine Aufstellung verzögerte sich so, daß Rietschel 
am 25. April 1842 in einem Briese an Rauch noch 
berichten konnte: ,,Jm Zwinger ist nun der Grund zum 
Monument des Königs gelegt worden, im Herbst, hoffe 
ich, soll es stehen. 1828, also vor vierzehn Jahren, 
machte ich das erste Modellchen.H
        

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