Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Hohenzollern-Standbilder in Preußen
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536110
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-536617
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zu beiden Seiten des Monuments eingeschlossen haben. Einen 
ähnlichen Tempel, 50 Fuß hoch, am Eingange der Linden auf 
dem Platze am Opernhause zu erbauen, schlug Langhans vor, 
der Architekt des Brandenbiirger Thores. Höchst eigenthümlieh 
war GiLly7s Project. Er wollte, und zwar auf dem Platze 
am Potsdamer Thore, gleichfalls einen griechischen Tempel und 
in demselben die eherne Statue Friedrichs errichten; aber ein 
kolofsaler Unterbau sollte des Königs Asche, seine Reliquien und 
eine Friedrichs:Bibliothek aufnehmen, und mit den phantaßes 
reichen Fornien dieses Monuments beabsichtigte er das Thor 
und die Straße durch Prachtbauten in Uebereinstinimung zu 
setzen Unter den Laien sprach Ach vielfach der Wunsd9 aus, 
mar möchte den Großen König dem Großen Kurfürsten gegens 
übe auf einen neuen Ausbau der Laugen Brücke seyen. Kös 
nig Friedrich Wilhelm 1l. entschied sich für den von Langhans 
entworfenen Plan; allein unmittelbar darauf brachte sein 
Ableben das ganze Unternehmen ins Stoeken. Wohl tauchte 
auch in den nächsten Jahren noch mancher Entwurf auf 
z. B. von dem dänischen Hauptmann Rustadt, von den Baus 
meistern GentH und.Eatel.; im Jahre 1800 aber stellte eine Kas 
binetssOrdre Friedrich Wilhelms III. die Hauptsachen fest. Er 
ziehe, schrieb der König, seine status c3quesire im eigentlichen 
bekannten Kostiim allen andern bis seht gemachten Borsehlägen 
und den Platz vor dem Eingange der LindensAllee zu Berlin 
allen andern vorgeschlagenen Pläyen vor.ii So traten denn alss 
bald der Minister von Heinig, der General von Tempelhoff, 
der Kanzler der Universität alle, von Hoffmann, die Mits 
glieder der Akademie Ehodowieckh, Meil, Frisch, Weitsch, Hirt, 
Becherer und Sehadow zur leitenden Kommission zusammen; 
schon lagen die von Schadow zusammengestellten Kostenanschläge 
dem Könige vor, auf einem Kasernenhofe pritfte man die Wirs 
kung des von Eunningham nach einem Bardouschen,Modelle 
in tolossaler Größe auf Leinwand gemalten Reiterbildes und 
Piedestals, schon war man mit der rmitteliing eines passenden 
Raiimes für den Guß beschäftigt, als zuerst die Kriegsausfiehs 
ten Einhalt geboten, dann der Krieg selbst jeden Gedanken an 
kostbare KunskfChöpfungen zum Schweigen brachte.  Nach: 
dem der Friede dem Staate wieder gesichert war, bewies der 
König zunächst den Helden der Befreiungskriege durch 
monumentale Verherrlichung seine Dankbarkeit; darauf aber 
wandte er aufs Neue seine Fürsorge dem Fr1edrichssDenkmal 
zu, so daß er den ProvinzialsStänden der Mark Brandenburg, 
die im Januar 1830 die Genehmi ung zur Herstellung einer 
Erzbildfäule Friedrichs 11. naihsucgten, erwiedern konnte, die 
Einleitungen zur Ausführung eines solchen Vorhaben,s seien 
seinerseits schon getroffen. Jm November 1829 nämlich war 
Schinkel , der früher bereits auf eigene Hand den Entwurf zu 
einem ganz ideal gehaltenen, den önig auf prächtiger O.uas 
driga darstellenden unstwerke ausgearbeitet hatte, durch Kabinetss 
Or re aufgefordert worden, die Zeichnung zu einer mit der
        

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