Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Volkskunst
Person:
Mielke, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-534538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-534978
nicht in Einklang bringen lassen will, kein Interesse haben. Der Pyg: 
niiiengesch1nack, der durch die Nachklänge des Rokoko mit seiner glänzenden 
Gehaltlosigkeit das naive Genieszen des Künstlerischen stark beeinträchtigt 
hat, wendet sich ab von einer ,.W..,HTxhL 
natiirliche11Derbheit. Was aber   
in den Rahmen unserer Salon:  
Taln1ikunst nicht recht hinein:  
passen will, wird in einer Um:  
gebung von Holzpaneelen, Holz:  L 
decken, ölgeftrichene111 Hausrat  
und blinkenden Metallstiicken,  
unter dem strohgedeckten Dachfirst 
ein wesentlich anderes Bild   
ergeben. Hier erscheint das Kraft:   
volle natürlich, die Formnaivität  U. 
als Kunst und die Schlichtheit  ,  sit  
als Ausdruck praktischen Sinnes.  :   L; 
Ueber dem ,,KnnststudierenU   
haben wir das ,,KunstsehenU ganz  
und gar verlernt oder wenigstens  
nur in größter Einseitigkeit uns Fu 
angewöhnt. Bauernkunst aber Abb. 4. 
ist so ziemlich vollends von den Stuhl aus der SCHWa1UIs 
     Aug dem Vo1kstrachteii:Museum in Berlin. 
stilistischen Psadsuchern uber: 
sehen worden, obwohl man sich nicht gescheut hat, die unserem 
Knnstgefiihl gerade nicht näherstehenden Kleinkunstwerke der Aegypter, 
der Südseeinsulaner und anderer Fremdlinge als vorbildlich zu preisen. 
Der beste Kenner des deutschen Bauerntums, A. W. Riehl in München, 
nimmt in seinen prächtigen Schriften mehrfach Bezug auf dieses deutsche 
Kunstleben, ohne den Gedanken weiterzuverfolgen. Auch einzelne Kunst: 
gewerbe:ZeitschristenH haben in den letzten Jahren durch Bild und Wort 
einige auffallende Erzeugnisse bekannt gegeben, aber auf das Typische 
dieser Kunst und auf ihren Zusammenhang mit unserer Vergangenheit, 
mit unserem Denken und Sinnen überhaupt, hat noch niemand 
hingewiesen. Selbst die in Hamburg wirkende Gesellschaft für Volkskunst 
VI Unter anderen: Zeitschrift des Münchener K1mstgewerbe:Vereins 
1892. 1893. Das Kunstgewerbeblatt, Jahrgang Ill., Verlag von E. A. Seemann, 
Leipzig und die empfehlenswerte Jllustrierte Zeitschrift für J11nendekoration in 
Darmstadt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.