Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Volkskunst
Person:
Mielke, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-534538
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-535919
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Seite das Prinzip des Aneina11derreihens gleicher oder ähnlicher Gebilde 
etwas Schillerndes, Prächtiges, Facette11artiges mit, so strömt dieser 
krystallischen Leblosigkeit auf der anderen durch das Auflösen der Ein: 
heiten und dem Aus1vachsen aller freien Endungen zu vegetabilen oder 
animalischen Formen eine überreiche, flutende Bewegtheit zu. 
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Abb. 82. Von der Kanzel zu Ketting. 
Aus Haupt. Kunstde11tmäler von Sä1leswigsHolftei 
Ließ die Entwickelung des deutschen Kunstgefühls einerseits eine 
stark betonte Vorliebe für das Ausarbeiten auch der kleinsten Nebenforn1, 
andererseits das Aneinanderreihen solcher zu einer Vielheit erkennen, so 
begiinstigte die durEh Iandwirts6haftliche Verhältnisse verursachte Bevor: 
,z1cgung des dem Malerischen so zugänglichen .HolzesZ jene Stilrichtung, 
Abb. 83. 
Aus der Zeitschr. 
Jamm1der Spitze. 
d. Vereins für VolkSkunde. 
die, der Antike mit ihrer hellen, heiteren Ruhe entgegenwirkend, auf 
das individualisierende Auflösen einer Einheit zu einer abmechselungs: 
reichen, geftaltungsvollen Mehrheit hindrang. Unter diesem Gesichts: 
Winkel betrachtet, erscheint die Gotik als vollkoIn1nenste Aeußerung 
germanifch:deutscher Empfindung, als der rechte Ausdruck der im Volks: 
empfinden wirksamen Kräfte; ja noch mehr, wir erhalten bei ihrer Ver: 
wertung eine ästhetische Maßeinheit, mit der wir rückwärts schauend, 
jede kiinstlerische Thatäußerung auf ihre deutschen Bestandteile prüfen 
.könuen. . 
Zug 
in der weiFeren 
Naturalistisch en, 
Zeigt sich 
nach dem 
Entwickelung der Vauernornamentik ein 
so macht sich auch wiederum das Be:
        

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