Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Malerschule von Nürnberg im XIV. und XV. Jahrhundert
Person:
Thode, Henry
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-519104
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-521124
 III, x,MY VII NR, TVFJFW As 
sÄWH8HH8HMH8 
 .YN.W VI ON M W 
Der 
Meister 
des 
Lz5ffelh0lz7fCI7EU 
2lltare5. 
Ha1is Pleydenwurff ist der Begründer der neuen Richtung der Malerei in 
der zweiten Hälfte des Jahrhunderts in Nürnberg gewesen. Er hat auf etwa 
vierzig Jahre hinaus den Charakter derselben festgestellt, und aus seiner Schule 
sind die jüngeren, bedeutenden und unbedeutenden Vertreter derselben hervor: 
gegangen. Ehe wir uns aber zu diesen wenden, müssen wir noch eine kleine 
Gruppe von Bildern ins Auge fassen, die in den fünfziger und sechziger 
Jahren entstanden und zwar in einem dem des Pleydenwurff durchaus ver: 
wandten Stile gehalten sind. Der Maler dieser Bilder, den wir den ,,Meister 
des Löffelholz7schen AltaresU oder den ,,Meister der KatharinenlegendenU nennen 
können, vertritt genau dieselbe künstlerische Richtung, wie Pleydenwurff in seinen 
Jugendarbeiten. Wie in diesen macht sich ein eigenthümlicher Uebergang von 
der Pfeuning7schen zu der niederländischen Manier bemerkbar. Handelte es sich 
nun bloß um mittelmäßige Leistungen, so läge der Gedanke einer bloßen Nach: 
ahmung Pleydenwurff7scher Werke nahe. Dem widerspricht aber einmal die 
Thatsache, daß diese Gemälde durchaus hervorragende künstlerische Qualitäten 
und einen originalen Charakter haben, und weiter der Umstand, daß eines 
derselben bereits im Jahre 1453 entstanden zu sein scheint, also zu einer Zeit, 
da allen Vermuthungen nach auch Pleydenwnrff7s Kunst im ersten Werden war. 
Dieses Werk aus dem Jahre 1458, das bisher immer als das älteste, 
flandrischen Einfluß verrathende hingestellt wird, ist ein von der Familie Löffel: 
holz gestifteter Altar und befindet sich in dem Westchor von S. Sebald in 
Nürnberg, der sogenannten PeterskapelIe. Die Datirung entnimmt man folgender 
Inschrift: 
,,a1m0 domini 1453 an S. thomas tag de 
Kunigund Wilhelm LötTeIh01tzin d. got gnadt.u 
aquiin 
verschied 
Frau
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.