Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hans Sachs und seine Zeit
Person:
Genée, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-513262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-518987
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Ergänzungen und Nac;weise. 
Anmerkungen, 
Fastnachtspiele.  Der ganze erste Teil ist mit den 150 Psalmen, den Sprüchen 
Salomonis, Buch Syrach u. s. w. angefüllt; der dritte Teil enthält am 
Schlusse auch die ,,Summa all meiner GedichtH. 
383. Die umsassendste von den älteren Schriften über den Meistergesang ist 
die von Adam Pusch1nann: ,,Grüudtlicher Bericht des deutschen Meister: 
gesanges    zusampt der Tabulatur und beiderlei Straffc1rtikeln, mit angeheffter 
Schulordnung, wes sich Merker und Singer allenthalben verhalten sollen    
durch Adam Puschn1anu von Görlitz, Liebhabern dieser Kunst, zusamen 
gebrachtH. Görli1; 1571, Ambrosius Fritzsch. 
Puschmanns handschriftliche Sammlung von Meisterliedern Lin der 
Breslauer StadtbibliothekJ ist bezeichnet als ,,ein genotiert Buch, darinnen 
über 300 alte und neue schöne Meistertöne und Melodieen sind aufgenotiert 
und zu jeder Melodey ein geistlich Lied geschriebenU. Die Sammlung, mit 
dem Jahre 1587 bezeichnet, enthält die Töne fast sämtlicher Meistersinger mit 
den hinzugefügten Noten svergl. Anhang II. 
Die Hagersche Sammlung sKönigl. Dresdener BibliothekI existiert 
ebenfalls nur handschriftlich: ,,Ein Teutsches Maisterlieder Buch. Jn 
diesem Buch sind schöne Gaißliche Lieder aus alt und Neuem Testament, Gott 
dem all1nechtigen zu lob, Ehr und Preys3. Auch schöne weltliche Iieder aus 
vielen Scribenten zusammen gezogen. Lel;lich lecherliche Bosen lPossenJ und 
Schwänklieder, doch nit zu grob, zu kur1zweil. Unter den gemelten liedern 
feind ihrer viel, da ihre Melodei; in die Roten ordentlich verfaßt sein    
Durch Georg Hager, Schnmacher zu Nürnberg, auch liebhaber und befürderer 
der alten löblichen Kunst des; Teutschen Maister Gesangs. AJmo Salutis 1600U. 
 Die ,,genotierten LiederE, sagt Hager, habe er sich von Breslau ljedcn: 
falls von PuschmannJ ,,mit großer Müh und Unkosten bringen lassenE, weil 
wir hier jin NürnbergI ,,viele Melodei: oder Tön verloren haben und abgestorben 
sein   XI Ferner berichtet Hager: ,,ob ich wol mein singen und diese löbliche 
kunst von meinem Vatter seliger gelerndt hab, ist sie doch von Sachsen her: 
kumen. Denn mein Vatter hat sein Handwerk des Schuhmachen von 
gemelten Hans Sachsen gelernt, so wol auch das Singen, 1md hernach 
als ich ein Knab zu meinem verstand kam, hab ich mich bei dem Hans Sachsen 
täglich und viel stunden finden lassen. 
Beigefügt ist dem Hagerschen Liederbuch eine von dem Meistersinger und 
Merker Hans Glöckler gesdhriebene Tabulatur. Jn dieser sind nur 
20 ,,Sirafenll verzeichnet, alle aber mit den Erläuterungen Glöcklers svergl. 
S. 268J. Hager bemerkt dazu: Er habe auch Puschmanns Tabulatur dazu 
binden lassen, die derselbe aus der Nürnbergischen, Augsburgischen und Straß: 
burgischen genommen hat. Obgleich Puschmann die ,,angeborene Nürnbergische 
Sprache, tadelt und auch in anderen Dingen so spi1;ig und scharf sei, 
daß seine eigenen Gedichte danach müßten gestraft werden, so sei doch seine 
Tabulatur in vielen Dingen auch nicht zu verachten; man möge deshalb ,,die 
zwei Tabulaturen zusammen haltenll. 
 Joh. Christoph Wagenseils oft erwähnte und auch von Richard 
Wagner benutzte Schrift ,,Von der Meistersinger holdfeligen Kunst,
        

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