Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hans Sachs und seine Zeit
Person:
Genée, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-513262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-518815
Anmerkungen, 
Nachweise. 
Ergänzungen und 
501 
singen von der schönen Stadt Magdeburg, was sich in und nach der 
Belagerung hat zugetragen, wie dieselbige von dem general Tylli 
jemmerlich zerstört worden7I.  Auf demselben LhaudschriftlichenJ Zettel 
sind auch die Ha11ptgewinne in getuschten Zeichnungen abgebildet, außer dem 
großen Gehäng und dem Kranz noch zwei andere Gegenstände, deren 
Bestimmung schwer zu erkennen ist. 
274. Als Beweis, wie dürftig die älteren Nachrichten über den Meiftergesang 
sind, teilt Fr. Schnorr C,,Zur Geschichte des deutschen Meistergesanges0 Verse 
aus einem zu Straßburg 1597 gedichteten Meisterliede mit. Darin werden 
fünfzehn Städte, in denen besonders der Meistergesang geübt wurde, mit 
Namen aufgeführt. Darunter befinden sich Leipzig, Dresden, Breslau, Basel, 
Steier, Wien, Col111ar, Danzig u. s. w. Nur gerade zwei der wichtigsten, 
Nürnberg und Augsbnrg, sind unerwähnt geblieben, jedenfalls nur aus 
U1ckenntnis des betreffenden Liederdichters. 
Zum 
T2kJnken 
Kapikel. 
Yokumente 
über 
die 
Belagerung 
21iirnliergH 
1552. 
Die Streitfchriftcn aus dieser Zeit, Anklagcn, Verteidigunge11 und Protefte, 
wurden damals sämtlich durc; den Druck verbreitet. Einem auf die Angelegenheiten 
des Markgrafen Albrecht bezüglichen starken Sannnelband in der Berliner Königlichen 
Bibliothek entnehme ich in Naöhfokgenden1 das Wichtigste. 
1. Das Schreiben des Markgrafen Albrecht, das er vor seinem gewalt: 
thätige11 Unternehmen noch am 1. März an den Rat der Stadt richtete: 
Gottes genaden Albrecht der Jiiuger, Marggrave zu Brande11: 
burg   U. s. w. Unsern gunstliEhen grus zuvor, Ersamen weise liebe besondere, 
wir wöllen Euch gnediger meinung nit pergen, daß die leufd sorgklich, und 
von unsern nachpaurn allenthalben viel auspieten besihicht, nnd wir nit wissen 
mögen, wider wen solchs geen soll, Derhalben unsre unvermeidliche noturst 
erfordern will, uns auch gefaßt zu machen, da wir u11verschulter ding angegriffen 
werden sollten, daß wir uns dennoch eins bösen nachpaurn erwhern oder aus: 
halten köndten, haben derhalben auch etliche Knecht anlauffen lassen. Dieweil 
uns aber zu solchen Knechten, an Rüstung, Hagken und Spiessen mangeln 
will, und uns unser Hauptleut berichten, das sie in Ewr Stat mit Kaufleuten 
bekant, die jnen darzu zu helfen versprochen, seindt wir doch beruht worden, 
das ihr under den Euern, ain verpot lassen ausgehen, niemands weder von 
Kriegsrüstung und anderm, vervolgen oder aber zukommen lassen, So versehen 
wir uns doch aus guter nachpaurschast, solch gebot wider uns und die unsern
        

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