Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Hans Sachs und seine Zeit
Person:
Genée, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-513262
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-515025
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Geistlichen in Nürnberg. 
Die 
Rate. 
Die Herren im 
Aber in der ersten stürn1ischen Bewegung der Reformation war sein 
Verhältnis zu ihr als Äbtissin ein schwieriges geworden. Im Nürn: 
berger Rate saßen Männer, welche für die Reformation einen großen 
Eifer entwickelten und über die Wünsche und Absichten Pirkheimers 
zuweilen hinausgingen. Charitas, welche ihr Kloster gegen die ihm 
drohenden Gefahren eifrig verteidigte, hatte mit dem Rate, insbesondere 
mit dem zu den Pflegern des Klosters gehörenden und leidenschaftlich 
antipäpstlichen Kas par Nitt;,el sich in eine sehr heftig gesührte Korrespon: 
denz eingelassen, indem sie die Rechte ihres Klosters Schritt um Schritt 
verteidigte und auch bei den päpstlichen 
,,F.sksH,W. Behörden Hilfe suchte. 
 Luthers Lehre hatte in Nürnberg 
 den ersten offenen Anhang bei den 
  X Geistlichen gefunden, und zwar zu: 
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 :  nachst bei den August1nern, deren 
 H Prior Volprecht es war, welcher 
 schon 1518 .Luthers Protest gegen 
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 wodurch der Buchdrucker sich einen 
  Verweis vonseiten des Rates zuzog, 
  mit der Vermahnung, daß dieser derlei 
  pflichtwidrige Handlungen ferner nicht 
1Isczscrus 5peng1er. dulden werde. Auch der Abt zu 
St. Egydien Pistorius, der Kartäuser: 
Prediger Blasius Stöckel und die Pröbste zu St. Lorenzen 11nd 
St. Seba1d, Pesler und Pöner, erklärten bald ihre Zustimmung zu 
Luthers Lehre. 
Unter den angesehensten Mitgliedern des Rates war es zunächst 
Hieronymus Ebner, seit 1505 ,,alter BürgermeisterH, welcher großen 
Eifer für die neue Lehre zeigte. Jhm zur Seite standen Pirkheimer, 
der schon genannte Kaspar Nägel, wie auch der damals noch nicht 
zur Stadtregierung berusene Hieronymus Paumgärtner, welcher in 
Leipzig und Wittenberg studiert hatte und ein Schüler und Freund 
Melanchthons war. Der eigentliche Leiter aber der nürnbergischen 
Reformation wurde bald Lazarus Spengler, seit 1507 erster Rats: 
schreiber und jetzt, wie im weitern Fortgange der Bewegung, Luthers 
treuer Genosse. Schon der Vater Spenglers war Ratsschreiber gewesen
        

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