Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Literaturgeschichte
Person:
König, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-505194
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-506348
Die Borbereitungszeit, 
1l50s 
s1190. 
wich, 
das er got w:1ere Z ew:ut CPkiestekJ, der a1 die weilte CWe1tJ beweist, 
der dritte wirren darbot: damit urIcundet er den tot, 
den et sit Später; an dem ckUce LKreu2J 1eit; is. was do ein gewonheit 
da: man toten mit mitten behielt  da: ire de11ein 0ceinJ küle Cverfau1tJ 
daz tapfer was bezaeichen1ich symbolisch bedcutsamJ  
Es folgen die Beschneidung, die Darstellung im Tempel, der Aufbruch nach Aeg19pten, 
endlich die Rückkehr in die Heimat nach .L7erodes jähem Tode: der nachts entronnen war, 
fährt bei lichter Sonne wieder heim. 
Wernher war nicht minder durch seine 1neisterhasten Miniatnren beriih1nt, FHk;;1FtHkF 
mit denen er seine Gedichte schmückte. Eine solche, der Handschrift der königlichen ten. 
Bibliothek zu Berlin entnommen, haben wir mit all ihrem Farbe11reicht11m bis 
in die geringsten Einzelheiten getreu in der Beilage nachbilden lassen. 
Neben den Marienlegenden tritt die Heiligenlegende im XII. Jahrhundert 
in denVordergruud der deutschen Dichtung. So wurde das Leben des heil. Anno, 
als ErzbiscJ0f Von Köln 1075 verstorben, aus der Geschichte als Kanzler Heini 
richs I1I und nachheriger Reichsverweser während Heinrichs IV Minderjährigkeit 
bekannt, in dem Annoliede CMaere von sente Atmen; behandelt. Dieses Amio1ied. 
bedeutende episkhe Gedicht, das Herder eine ,,wahrhaft Pindarische Hycnness 
nannte, wurde vermuthlich in dem Bergischen Kloster Siegburg, aber von einem 
Oberdeutschen, im Jahre 1080 gedichtet.A 
Das von Martin Opiiz kurz vor seinem Tode 1639 in Dcmzig herausgegebene 
Gedicht, wovon die Handschrift leider verbrannt ist, schickt seinem eigentlichen Gegenstande 
eine gedrängte Schöpfungs: und WeltgeschiciJte voraus. Es beginnt in echt volksmäszigek 
Weise, an das Nibelunget1lied erinnernd: 
Wir hörten je dikke singen 
von alten dingen, 
    
wie sie veste burge bt:Tc11en, 
wie sich lieben winisceste schieden, 
wie Hohe künige al ze;;iengen 
Wir hörten vielfach singen 
von alten Dingen, 
wie schnelle Helden fochten, 
wie sie feste Burgen brachen, 
wie sich liebe Freundschaften sihieden, 
wie reiche Könige all zergingen. 
Der Dichter hält sich an die Bibel, knüpft an ihre Erzählungen aber alles was er 
von Griechenland und Rom weiß, auch den, Ursprung und die tveltgeschichtliche Bedeutung 
der berühmtesten Städte, und gelangt so auch an Köln, die altrömische Hauptstadt am Rhein. 
die Agrippa im Auftrage des Augustus gegründet habe. Jn Augustus Zeiten nun geschah 
es, daß Gott vom Himmel niedersah. Da ward geboren ein König, dem die Himmel 
dienen, Jesus Christus. Sauct Peter, sein Bote, überwand zu Rom den .Teusel, richtete 
dort des heiligen Kreuzes Zeichen auf und schrieb die Burg zu Christi Eigen. Von da 
sandte er heilige Männer, die Franken zu bekehren, deren erster Apostel sich in Köln nieder; 
ließ. Seiner Lehre pflegten auch wol, die nach ihm Bischöse waren, 33 an der Zahl bis 
auf S anct Anno, den wir zum Beispiel haben mögen. Als der dritte Kaiser Heinrich sich 
ihm befahl und er zu Köln mit Lob empfangen ward, da ging er mit des Volkes Menge, 
wie die Sonne, die zwischen Erd7 und Himmel geht und beidenthalb scheinet. So ging der 
Bischof Anna vor Gott und Menschen: ,,ein Löwe saß er vor den Fürsten, ein Lamm ging 
er unter Dürftigen. Wo das arme Weib mit dem Kinde lag, derer niemand sich annahm,
        

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