Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Deutsche Literaturgeschichte
Person:
König, Robert
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-505194
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-512094
Das 
XlX. 
Jahrhundert. 
Die Sänger 
Befreiungskriege. 
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Zeit nicht an muthigen Zeugen; vor allem erhob Ernst MoriH Arndt seine 
machtvolle Prophetenstinniie i1n ,,Geist der Zeit,ss und als er. vor dem 
corfischeu Tyrannen geflohen war, erhoben sich andere Stimmen, wie die vo1i 
Stessens, Görres, und vor allem Fichtes in seinen begeisternden ,,Rede1iM;;J 
an die deutsche Nation,E die er im Winter 1807j8 den französischen Spähen: 
zum Trotz in Yerlin hielt. Der in .Köiiigsberg unter Scharnhorsts Tqheilnahme 
und unter Gneiseuaus that1ger Mitwirkung entstandene ,,Tugendbund, der bald FFH;x:v: 
viele deutsche Vaterlandsfrennde auch außerhalb seiiier Griindungsstätte in sich  
        
un en s orn w1 er en ei sein zus Jiiren u1i a s er  an ra1igeu er 
Franzosen  im Dezember 1809 durch königliche Eabinetsordre aufgelöst wurde, 
scharten sich seine Mitglieder iu.sreier Weise um den Freiherrn vom Stein und 
S lFh.;1rnh Z rst;huni Hin Deu5schlands inneri;r kuDnd äuEzerer WigeFerhelui1:lg.zli; 
ar ei eii. ur L, ais ritten . ofer in Hirn , ör1i erg in e en, S i 
in Preußen  aber es war versrüht, alle drei scheiterten mit ihrem kühnen 
Beginnen. Endlich schlug Gottes Stunde. Sein Gericht traf den iibermüthigen 
Eroberer auf Rußlauds Eisfeldern, und nun erhob sich Norddeutschland, Preußen 
an der Spitze, zur frischen That der Befreiung.   
Das Erwachen des deutschen Nationalbewusztseins3 im Jahre 1813 hatte 
im Geleit eine Erneuerung des relilgiösen Lebens, und b;iedes dgewanEitei;eu  
Ausdruck in deiii neuersteheuden vo isniiis3igen esauge. euer ings Ja er 
F.re.iher.r von Ditfiirth die historischcn P,olksliedcr jener Zeit gesammelt, 33;1i3IriF3ek 
die un Bankelsangertou von Mund zu Mund tonten. Da sang man. k,eiegkkiege. 
Mit Mann und Roß und Wagen Der Kaiser Auf der Flucht, 
So hat sie Gott geschlagen. h FIEDLER DhU2dZ;1kGJs d W 
Es irrt durch Schnee und Wald um er it  ann.nn on un agen 
Das große mächtige Franzenheer. So hist ils Gott g2fChk0gM 2Ei 
oder auch: 
Worte Ja der Rufst 
V9,mpaM; Hat uns gezeigt, wie man7s machen muß. 
Watte mir, warte, Napoleon, Hin ist der Blitz 
Watte, warte, wir kriegen dich schon. Deiner Sonne von AnsterliH, 
Ja da RUsss  Unterm Schnee ,  
Hat uns gezeigt, wie man7s machen muß:  Liegen alle deine Corps dArmee. 
Im ganzen Kremmel  Takt; t 
S  t  S e, Dk1ü UT c; 
US, q:F1ejzkne.g:ken  Watte nur, warte, Napoleon,  
Immer nur Hunger nnd Kosacken, Watte, Watte, Wir kkJEgM d1c7 iCkJ.OUs 
ZahllosY waren die .,in diesem Jahre gedrucktenE Lieder aus fliegenden 
Blättern, die meist der Sturm der Zeiten verweht hat. Nicht zum Schaden 
der Literatur. Es war viel Spreu darunter; auch die besten ware1i nur  
nach cHustav,Freytags treffenden: Ausdruck.  ,,die Vorliiufer der schönen 
JiinglingspoesieM welche kurz darauf von den in den Kampf ziehenden Scharen 
angestimmt wurde. Dieser jugendliche Freiheitssang riß darum alles Volk so 
mit sich, weil er ans dem Geist und Herzen des Volkes geboren, ja ini höchsten
        

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