Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Allgemeine Geschichte der Literatur
Person:
Scherr, Johannes
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-500055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-504069
Dänemark. 
367 
schlagen, erlöst und seinem Vorgang schlossen sich die Tragiker O. J. Sams öe 
C1759:ss1796, pDyvekecJ und L. Eh. Sand er CDNie1s EbbesencJ an, 
während das Repertoire des nationalen Lustspiels bereichert wurde durch 
den genialen J. H. Wes sel  dessen Humor an den des Eng: 
Iänders Butler erinnerte und der in seiner Komödie pKaerljghed uden 
strömperc CLiebe ohne StrümpfeJ das aufgedonnerte Pathos der französi: 
schen Tragödie köstlich verhöhnte; ferner durch den nicht minder begabten 
P. A. Heiberg L1758s1841, :pHekingbornc u. a. L.J, durch den lite: 
rarisch vielfach thätigen und verdienten K. L. Rahbeck, durch J. C. Tode 
ist. 1806J, D. Ch. Oluffen und den talentvollen E. de Fals en Cst. 1808J, 
welcher, wie Heiberg und Th. Thaarup Ist. 1821J, auch gute Singspiele 
dichtete, ohne jedoch das Muster dieser Gattung, Ewald, zu erreichen. Zur 
gleichen Zeit waren als Lieder: und Balladendichter, Fabulisten, Elegiker, 
Jdylliker, Satiriker und Didaktiker thätig die schon genannten Bruun, Tode, 
Thaarup und Rahbeck, ferner N. Weyer Ist. 1788J, E. Storm ist. 1794J, 
Th. Eh. Braun, M. C. Braun, F. H. Guldberg, J. Zetlit3, 
C. Lund, C. Friman, J. Smith, O. Horrebow und V. Eh. Hjort. 
J. M. Hertz, führte den Gebrauch des Hexameters in die dänische Epik ein 
CvDet hefriede Israe1s:J und Eh. Pram versuohte in seinem ::staerkoddere 
einen altnordischen Stoff romantisch:episch zu behandeln. 
Mit Jens Vagges en  dem wir schon in der deutschen 
Literatur flüchtig begegneten, schien für die dänische eine neue Periode 
anbrechen zu wollen, eine literarische Bewegung, zu der Vorgänger der 
neueren klassifchen Periode der deutschen Poesie, Klopstock und Wieland, 
den Anstoß gaben. Allein Vaggesen war nicht der Mann, dieser Bewegung 
eine entschiedene Richtung zu geben. Eine zwar reichbegabte, aber ver: 
worrene und zerfahrene Natur, schwankte er unstät zwischen poetischen, philo: 
sophischen und politischen Doktrinen umher, bald aus das Vaterländische ge: 
richtet, bald dem Fremden huldigend, bald als dänischer, bald als deutscher 
Dichter Ruhm suchend und in keiner der beiden Literaturen eine ausgiebige 
Stellung erringend. Es war etwas von dem echtdämonischen Dichterdrang 
in ihm, allein sein unsicheres Umhertasten nach Mustern drückte seinem 
Dichten durchweg den Stämpel der Nachahmung auf. Stets unbefriedigt 
von einem zum andern übergehend hat er sich in vielerlei Gattungen der 
Poesie versucht. Ueberall hört man die Vorbilder heraus. Zu seinen Oden 
und Liedern gab Klopstock, zu seiner Jdyllik Voß, zu seinen komischen Er: 
zählungen Wieland den Ton an. Am besten gelangen ihm seine Dichtungen 
im leZtern Fach: pKomiske F0rtä11ingercc, pEventyrer 0g komiske For: 
tä11inger:x. Diese Erzählungen sichern ihm durch ihre possirliche Konnt, 
launige Satire und Anmuth des Stils, wie seine Lieder und Episteln C::Digtec:, 
vPoet. Episte1er:0 durch außerordentlich leicht hingleitende Frische und Ge:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.