Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lebenserinnerungen
Person:
Falke, Jakob von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-483735
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-487334
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XIV. 
Kapitel. 
mit der bekannten priihistorischen Größe, mit VirchoIo, in 
Verbindung. Jch hatte von diesem Standpunkte aus weiter 
kein wissenschaftliches Jnteresse an der Sache, verfolgte aber 
doch die fernere Entwicklung der Ausgrabnngen a1n Heiles: 
pour mit regem Anteil. 
Verschiedene Briefe gingen noch zwischen uns hin und 
her. Gesehen habe ich Schliemann nur noch ein einziges Mal. 
Es war in Paris im Sommer der Weltausstellung l878. 
Er war nach London gegangen zu Einkiiufen für sein neues 
Hans in Athen und mußte zurück über Paris, wo mich das 
mals die Ausstellung längere Zeit festhielt. Er reiste schnell, 
nnd wir hatten kaum noch Zeit zu einem Rendezvous. Ich 
suchte ihn in seinem Absteigequartier auf, das er sich in 
einem seiner Häuser am Boulevard Saint Michel vorbehalten 
hatte, u11d fand ihn einigermaßen in Unruhe, denn er erwartete 
schlechte Nachrichten von Hause. Seine Frau, wie er mir 
sagte, habe das  ich weiß nicht wievielte Buch der Jlias 
ausZwendig gelernt und sei darüber leidend geworden. In: 
dessen, die schlechten Nachrichten kamen nicht und mir gingen 
zusammen speisen ins ,,Grand Hotel LouvreU. Als wir ge: 
endet, sagte er: Jetzt müssen wir in die Sorbonne gehen, 
den großen Stanley zu hören, der dort in feierlicher Sitzung 
der geographischen Gesellschaft einen Vortrag halten sollte. 
Stanley war eben von seiner Durchquernng des dunklen 
WeltteilecZ zurückgekommen. Wir gingen also, hörten den 
großen Stanley; dann schieden wir, um uns leider nicht 
wiederzusehen. 
Hatte ich Stanleh auch nur aus gewisser Entfernung 
gesehen und gehört, so blieb mir seine äußere Erscheinung 
doch in so guter Erinnerung, daß ich ihn immer sehe, wenn 
ich von ihm lese und höre. Auch das erachte ich für Gewinn. 
Glücklicher war ich mit einer anderen beriih1nten Pers
        

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