Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lebenserinnerungen
Person:
Falke, Jakob von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-483735
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-485629
Nürnberg 
und 
das 
germanifche 
NiuseUMs 
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architektonischen, noch orncnnentalen Luxus, und viele von 
den Baulichkeiten blieben noch in ihren Trümmern liegen, 
harrend eines späteren Meisters und Vorstandes  nnd das 
Museum fand ihn in Essenwein  der glänzend durch: 
zuführen verstand, was unter der Vorstandschaft von Aufseß 
aus Mangel an Mitteln hatte unterbleiben müssen. Aber 
jede der drei Abteilungen hatte doch ihre gesonderten nnd 
ihre ausreichenden Räumlichkeiten, in denen sich arbeiten ließ 
und in denen die Sannnlungen Platz zur Aufstellung fanden. 
Nur zwei Räume boten auch an sich einen erfreulichen An: 
bliäk: die Kirche, welche als Galerie für Gen1iilde und Sknlp: 
turen zu dienen hatte, und eine große, mit Glasgemälden 
geschmückte und am Boden mit mittelalterlichen Fliesen be: 
legte Halle, die Frauenhalle genannt, in welcher alles, was 
zum Hausrat, zum Schmuck und zur Ausstattung des Hauses 
gehört, in eben so vornehmer wie gemütlicher Weise Auf: 
stellung erhalten hatte. Es war damals für das Auge die 
sehenswiirdigste Abteilung. Für die großen Skulpturen in 
Gipsabgüssen war ein kleiner Teil des großen Kreuzganges 
hergerichtet worden; Waffen: und anderes Kriegs: und Jagd: 
gerate fanden im kleinen Kreuzgang Aufnahme. Beim Pförtner 
war selbst eine kleine Kneipstube eingerichtet, welche allwöchent: 
lich an bestimmten Abenden den Vorstand, Beamte und 
Freunde des MuseuIns vereiute. 
Wir waren damals schon eine stattliche Schar älterer, 
zuweist aber jüngerer Gelehrter, welche das Museum herbei: 
gerufen hatte. Unser Baron, der mit seinen Jdeen weit in 
die Zukunft vorauseilte und sein Museum schon in groß: 
artiger Gestaltung erblickte, konnte deren nicht genug haben. 
Jede der drei Abteilungen hatte ihren Vorstand und ihre 
.Konservatoreu, für welche es mit Katalog nnd Repertoriun1 
Arbeit genug gab. Wir jüngeren alle strebten noch in die 
1usIs
        

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