Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Farbenlehre
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-479697
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-480753
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Theoretisdher Teil. 
werden; solche Paare, die sich direkt zu Weiß mischen 
Lkomplementäre FarbenJ, sind: 
Rot sss Blaugrün CGrüublauJ : Weiß 
Orange sss Zyanblau. . . . . : Weiß 
Gelb gis Ultramarin . . . .  Weiß 
Griingelb sss Violett . . .   : Weiß. 
Für Grün gibt es keine einfache komplementäre Farbe, 
sondern ein Gemisch von Rot und Violett, das sog. Purpur, 
ist zu Grün komplementär. 
Betrachten wir nach der obigen Aufstellung das in Abb. 9 
gegebene normale Spektrum und nehmen die von Müller 
bezeichnete Stelle als Jntensitätsmittelpunkt, so ergibt sich, 
daß alle jene Paare, die miteinander Weiß geben, in be: 
stimmter Reihe aufeinanderfolgen und zwar von oben nach 
der Mitte CGrünJ: 
 Rot  
Orange 
Gelb 
Grüngelb, 
von der Mitte CGrünJ nach unten: 
Blaugrün 
Zyanblau 
Blau CUltramarinI 
Violett.  
Die Ursachen, warum bei der Mischung von farbigem 
Licht so ganz andere GeseHe herrschen als bei der Mischung 
von Farbpigmenten, werden wir später noch näher kennen 
lernen. Hier sei vorläufig nur bemerkt, daß sich alle diese 
Mischungen doch nur als Sinneseindrücke in unserem Auge 
darstellen und deshalb mit der physiologischen Tätigkeit der 
Sehnerven in Verbindung gebracht werden müssen. Daß 
zwei Farbstoffe in Mischung miteinander niemals Weiß 
geben, ist jedem Praktiker wohl bekannt, selbst farbige Gläser, 
die in richtiger Auswahl nach der oben gegebenen Reihe der 
komplementären Farbenpaare übereinandergelegt sind, werden
        

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