Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Farbenlehre
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-479697
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-480505
Licht und Farbe. 
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gelangeuden Strahlen, anstatt in der geraden LpnnktiertenJ 
Richtung fortzugehen, bei ihrem Austritt aus Wasser in 
Luft eine Knickung oder Brechung erleiden, infolge deren 
fie nunmehr in das Auge gelangen. Unser Verstand taxiert 
.die Lage des Geldstiickes daher in der Richtung dieses Strahles 
und folglich zu hoih. Dies ist auch die Ursache, warum man, 
wenn man Fische im Wasser schießen will, unterhalb derselben 
hinzielen muß, sowie daß Wasser, dessen Grund man sieht, 
stets weniger tief erscheint, als es in Wirklichkeit ist. 
Durch Untersuchungen ist festgestellt, daß bei zwei durch: 
sichtigen Stoffen die Richtung des gebrochenen Strahles zum 
Abb. 2. Breehung des Lichtes. 
Das im Wasser befindliche Geldstllcl liegt scheinbar höher. 
ungebrochenen in einem ganz bestimmten Verhältnis steht. 
Dieses Verhältnis ist aber nur für je zwei bestimmte Stoffe 
beständig; tritt der Lichtstrahl z. B. aus Lust in gewöhnliches 
Glas, so ist das Brechungsverhältnis gleich 11J2 Cd. h. der 
Einfallswinkel verhält sich zum Brechungswinkel wie Z : 2J, 
für das bleioxydhaltige Flintglas 12Jz, für Steinsalz nnd 
verschiedene Ole ist es etwas kleiner als 1 1Jz, für Diamant 
sogar 2 IX, Je größer das Brechungsverhältnis, desto stärker 
werden die Strahlen abgelenkt. Bei gleicher Substanz ist aber 
das Brechungsverhältnis CBrechungsexponentJ für verschieden: 
farbige Strahlen keineswegs das gleiche.
        

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