Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus meiner Zeit
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-464624
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-466575
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1867s 
mit den Dienstboten und Kindern sehr rasch eine einzige 
große Familie gebildet, die unter sich durchaus gemütlic1. 
verkehrte. Hier aber war man den sehr soliden und auf: 
merksamen, ihre Pflicht genau erfüllenden Wirten gegenüber 
nach vier Wochen genau so viel wert als am ersten Tag, 
d. h. sieben Francs, von irgend einem gemütlichen Ver: 
hältnis aber konnte da auch gar nicht die Rede sein. Von 
Poesie war vollends auf Stunden weit keine Spur zu ent: 
decken, wo alles von eleganten Kurgästen wimn1elte.  
Selbst in dem in der Taminaschlucht, eine Stunde oberhalb 
von Ragat;z liegenden Bade Psäffers war es voll, während 
man doch nicht begreifen kann, wie sich jemand da lebendig 
begraben lassen mag. Etwas Furchtbareres als die un: 
mittelbar dahinter liegende Tamina:Klamm ist wohl über: 
haupt nicht zu sehen, es wäre denn die riesige Klamme der 
Aare oberhalb Meyringen. Dagegen gehalten ist das Hinab: 
steigen in den Krater des Vesuv, während überall die 
Flammen aus dem Boden zucken, immer noch fast gemütliih 
zu nennen, da man doch wenigstens die sonnige Himmels: 
bläue über sich sieht, während die iiberhängenden Felsen der 
Aareschlucht den Ausblick zum Himmel ganz verhindern.  
Es ist übrigens ganz unglaublich, was man in vier Wochen 
 so lange ermöglichte es der Badearzt, mich festzuhalten, 
obwohl die NuHlosigkeit der Kur offenbar war  alles 
herumlaufen kann, wenn man den ganzen Tag auf den. 
Beinen ist. Dazu hatte ich noch oft schuHbedürftige Damen 
zu begleiten, da ich in unserer Pension, die sonst ganz aus 
höherer Weiblichkeit bestand, der einzige dazu qualifizierte 
Herr war, und man sich dem Fünfziger wohl anvertrauen 
konnte.  So wanderten wir denn hinauf nach dem herr:
        

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