Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus meiner Zeit
Person:
Pecht, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-464624
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-465982
Julius 
Fröbel 
117 
Zeit als Journal:Redakteur und allerhand anderes, bis ihn 
die den ehemaligen Sozialisten als argen Aristokraten ver: 
fcJVeiE1Ide11 Landsleute auch dort vertrieben und er wieder 
nach New York zurückkehrte und die eben erzählte Bekannt: 
schaft seiner nach1naligen Frau machte. Bald nachdem er 
sich mit ihr vermählt, nahm er den Antrag einer Gesell: 
sschaft, welche einen interozeanischen Kanal schon damals 
bauen wollte, an, das Terrain dort zu untersuchen und ging 
mit seiner Frau nach Nicaragua, von wo aus er nun zahl: 
reiche Ausflüge über den ganzen Jsthmus weg bis nach 
iPanama machte, sich aber schließlich doch für die BenüHung 
des Niearagua:Sees erklärte. Das Unternehmen scheiterte 
indes an einer der dort periodisch eintretenden Revolutioneu. 
Überdies konnte sich seine junge Frau mit Amerika je länger 
je weniger befreunden, und so kehrte er denn 1858 als 
amerikanischer Konsul nach Frankfurt zurück, gründlich er: 
nüchtert von den Tugenden der deutschen Demokraten sowohl 
als von der republikanischen Freiheit überhaupt. Daß 
Deutschland jetzt großen Veränderungen entgegenging, war 
klar, so beteiligte er sich denn an der Vorbereitung derselben 
einstweilen durch Broschiiren, die, voller Geist, doch gewöhn: 
lich die Eigentümlichkeit hatten, daß alles ganz anders kam, 
als er, geborner Idealist, wie er es einmal blieb, voraus: 
gesagt oder gewollt hatte. Bald kam er nun selber nach 
Rippoldsau, um seine Frau, deren Kur vollendet war, ab: 
zuholen, und ich konnte mich da von Herzen daran freuen, 
wie gut sich der ehemalige Revolutionär mit der Aristokratin 
vertrug, ja eine wahre Musterehe mit ihr führte, welche 
von da an noch fast dreißig Jahre nur fürTihn lebte, ob: 
Wohl ihn sein Schicksal und wohl auch die angeborne Un:
        

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