Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Altes und Neues
Person:
Vischer, Friedrich Theodor von
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-457963
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-458726
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kennen, mächtige Blöcke liegen noch umher; dies war wohl 
das Ehrenmal des Miltiades. 
Rasen wir unsere von den nahen Thermopylen ins 
Weite fortgezogene Phantasie zurück zu unserem Othrys: 
gebirg und seiner Aussicht, um den Blick noch südlich auf 
jenen schneebedeckten Höhen ruhen zu lassen. Es sind die 
Gipfel des Parnaß, von dessen Rücken und ScJluchten wir 
vor wenigen Tagen herabgeritten geko1n1nen sind; wir hatten 
die Stätte des Tempels von Delphi, hatten die kastc1lische 
Quelle .gesehen, wie sie aus der Felsspalte noch heute in 
eine halbkreisförmige Fassung und aus dieser hervorfließt; 
wir hatten natürlich nicht versäumt, einen Trunk aus ihr 
zu thun, und hier kann ich nicht u1nhin, einen komisdhen 
Moment zu erwähnen. Wir hatten bis dahin vergeblich 
uns 
bemüht , 
eine 
Schrift 
zll 
lesen, 
die 
auf 
dem 
Hornheft 
meines 
in 
Athen 
gekanften 
Reisemessers 
stand. 
Wie 
wir 
Vom 
Trunk 
ON 
der 
Quelle 
kommen , 
liest 
Göttliug 
wie 
wunderbar 
inspirirt 
leichtweg den 
7:aMz.ma. Herrlich war der Blick von den Terrasfen, den 
1:ep6Bozox, worauf Stadt und Tempel einst stand, hinab ins 
tiefe Thal, wo durch grünes Feld und Olivenpflanzung der 
Pleistos rinnt: ,,es quillet heller nicht vom Parnaß die 
ewige Quelle sprudelnd von Fels zu Fels ins goldne Thal 
hinabU; jenseits aber, in einem ragenden Felsen, klafft eine 
große Höhle, das war die Behansung des Drachen Python. 
Rechts hinab öffnet sich das Thal in einen Olivenwald, der 
mit seinem seinen Graugrün heriiberschi1nmert: es ist das 
Feld. 
hiemit 
krifsäisdJe 
Und 
w ollen 
wir 
dieses 
Aussichtsbild 
schließen:
        

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