Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-453311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-453923
sinnlos dabei zu Werke gingen. Jegt sieht man diese 
Sachen noch größtentheils blos. als Rarität an, als merk: 
WÜkdkgE A11kkqUlkäkSN, ohne eigentlich den wahren, unver: 
gäuglichen, tiefen Werth derselben zu ahnen. Mir war 
Esf MUkJDeM ich erstlich meinem Aerger über die absehen: 
THIS AUVVdt1Ung sein Recht gelassen, eine der frappirends 
sten, äußerst angenehm anregenden Erscheinungen in mei: 
New Lebens Ich hatte bis dahin eigentlich, ausgenommen 
die Vasenzeichnung.en und die wenigen Bruchstiicke in 
Rom, sowie die etrurischen oder pelasgischen bei Corneto, 
nichts von antiker Malerei gesehen; und wenn auch in 
allen diesen Sachen ein ernster Sinn für Poesie und als 
les Schöne herrschte, so waren sie doch zu nnbehülflich, 
zu wenig frei noch ausgesprochen, um den Anforderungen, 
die man neben solcher Sculptur, Dichtkunst u. s. w. auch 
an die Malerei machen könnte, zu genügen. Ich nehme 
jedoch hiervon aus, die sogenannten Bilder des Titus und 
die der Livia in Rom, die schon ahnen lassen, was einst 
bei den Alten die Malerei gewesen. Lange zuvor hatte 
ich mir also eine Vorstellung im Geist von ihrer Malerei 
gemacht und nach ihrer Scnlptur geschlossen. Wie an: 
genehm fand ich mich überrascht, das wirklich auch so zu 
findenl 
Wenn je die Kunst ihr göttliches Recht wieder in 
der Welt erlangen soll, muß He sich so gestalten, wie sie 
bei den Alten war, und wovon deutlich dieser legte Nach: 
klang schon aus der Zeit des Verfalls uns noch einen 
Begriff gibt. Hervorgegangen aus dem schönen Lebenss 
princip einer großen blühenden Zeit, war sie deren treuer, 
reiner Spiegel. So stand sie da, eine Tochter Himmels 
und der Erde, selbständig wie jede Tugend einer großen 
l
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.