Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-453311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-456121
Eins Feier 
auf dem Paufilipp. 
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Flut. Dies ist das Cap Misene und eigentlich das eine 
Schlußende des großen Golfs von Neapel, den von Basel 
mit eingerechnet.  
An dieser hügeligen Landstraße sieht man Bajci liegen 
nnd gegenüber Pozzuoli. Oben hinter dem Pausilipp, 
wo noch Vignen nnd sonstige Vegetation sich zeigen, lie: 
gen die Städte, jetzt kleine unbedeutende Nester. Einst 
war diese Gegend ein Kranz von Villen, Palcisten und 
Tempeln, der Lieblingssih vornehmer Römer, der Schaus 
Platz vieler Scenen dieser großen Tragödie der Weltges 
schichte.  Hinter Pozzuoli sieht man noch den nackten, 
aschenkegeligen Berg sden sogenannten Monte nuovoJ sich 
erheben, der, wie man erzählt, in einer Nacht plötzlich 
unter Rauch nnd Flammen aus der Erde emporwuchs 
und eine ganze Ortschaft verschlang.ss Hinter dem Cap 
Misene, noch weiter ins offene Meer hinein, liegt die 
kleine Insel Procida und hinter dieser die Insel Jschia 
mit ihrem in schönen Contouren einfach und erhaben 
aufsteigenden Epomeo. Hinter dieser Insel breitet sich 
dann gegen Süden und Osten hin der unbegrenzte Hos 
rizont des offenen Meeres, bis Ach wieder auf seinem 
schimmernden Rücken die Insel Capri gleich einem Zaui 
berschloß erhebt. 
Das war also die neue, noch nicht gesehene Welt, 
die vor uns lag sd. h. die Form; von der Höhe des Bei 
suvs hatten wir He schon erblickt, aber nur wie Namen 
auf der Landcharte angegebenJ, jegt aber zeigte sie sich 
uns in allen ihren Reizen und im schönsten Feiergewandc. 
Die Sonne stand gerade dort, wo das Ufer, ungefähr in 
der Mitte zwischen Bajci und Pozznoli, sich so sehr vers 
mindert, daß es fast nur ein schrnaler Landstrich erscheint;
        

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