Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-453311
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-453781
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Also um II Uhr Abends, den l5. Mai l832, kam 
ich in Neapel in der Villa di Roma, deren Wirth ein 
alter 70jähriger Oesierreicher ist, an. Am andern Mars 
gen, wo ich vielleicht sehr krank zu sein fürchtete, fühlte 
ich mich schon etwas besser. Der Regen hatte aufgehört 
und es war der schönste Sonnenschein. Nachdem wir 
gefrühstückt und lange Toilette gemacht, ich auch lange 
geschlafen hatte, obgleich schon, wie mir schien, vor Tages: 
anbruch das surchtbarste Getöse, Geschrei und Ausrufen 
auf der Straße war, gingen wir in das Museum, das 
hier ,,die StudienHigenannt wird. Wir kamen durch 
einige nicht sehr breite Straßen, die, wie in Venedig, 
mit großen viereckigen Fliesen gepflasiert sind; es war 
Laden an Laden, einer bunter und schöner aufgeputzt als 
der andere, überall standen die Verkäufer in den Thüren 
und riefen die vorbei wogende Menge an. Das Gewühl 
war schwindelerregcnd. Jeder fast schien zu schreien und 
vor Geschrei und HantirenImerkte man Die, deretwegcn 
dieses Schreien und dieser Lärm stattsand, gar nicht. 
Speckter,. Jtalien.sIl. 1
        

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