Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-447915
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-452845
Von 
Rom 
nach 
Neapel. 
Vecli Napels e poi moriI 
Fremdling, sich Neapel und 
fifty Z 
Ziemlich mit der Absicht ging ich aus Rom, denn seit 
der Rückkehr von meiner legten Reise fühlte ich mich 
todmüde und krank; von Tag zu Tage ward mir schlim: 
mer und ohne gerade darnieder zu liegen, fühlte ich förins 
lich mein Leben dahinschwinden. Ich war nicht mehr ich, 
Leid und Freude, wie Alles in der Welt, hatten für 
mich den Reiz verloren; ich dachte nicht mehr, ich arbei: 
tete nicht mehr, oder was ich dachte und that, geschah 
wie im Schlafe. Von Allem hatte ich mich losgesagt, 
saß nur den ganzen Tag in der frischen wunderbaren 
Gottesluft, in dem süßen glühenden Sonnenschein, der 
mir kaum warm genug war; wenn es dunkel ward, ging 
ich ins Haus, zündete die Lampe an und zählte die Mi: 
nisten meines schlasfen Lebens, bis ich einschlies. Endlich 
unternahm ich trotz dem, daß Viele mir abriethen und 
Mancher wol glauben mochte, mich nie wieder zu sehen, 
fast vor Verzweiflung die Reise. 
Am t2. Mai Morgens 6 Uhr stiegen wir in den 
Wagen  Neher, ein Landschaftsmaler Meier Cauch ein
        

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