Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-447915
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-452447
Kirche. 
Unterirdifche 
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Säulen wenig antike. Aus den Seitengängen aber fühs 
ren zwei Treppen hinunter in eine unterirdische Kirche, 
die ein ganzer Wald von Säulen ist. Die Kirche ist 
ncimliä; so an den Hügel gebaut, daß an ihrer Hinter: 
seite, wo der Hügel sich schon viel abgeflacht hat, ein 
bedeutendes Fundament unterzubauen nöthig war, und 
in diesem ist nun die untere Kirche. Viele, in gleichen 
Zwischenrciumen reihenweise vertheilte Säulen tragen ihre 
aus kleinen Kreuzgewölbcn bestehende Decke; wo die Nische 
des Altars halbrund vortritt, weicht auch sie in der hal: 
ben Mauer aus, und hier sind also die Säulenreihen 
noch um einige Säulen stärker. In dieser halbrunden 
Mauer sind denn auch einige Fenster, durch die ihr das 
Licht kommt. An den Wänden sind schlecht übermalte 
alte Fresken; die Treppen, die aus den Seitengängen 
der Oberkirche zu dieser hinunter führen, haben auch eine 
in kleine Kreuzgewölbe getheilte Decke, die von einer 
Siiulenreihe, die zu jeder Seite der Treppe an der Mauer 
sich hinzieht, getragen wird. In der Mauer, hinter 
einer dieser Sciulenreihen, ist noch alt römisches, antikes 
Mauerwerk, das Fundament vielleicht eines Tempels oder 
vielmehr eines Mausoleums, denn in der obern Kirche 
steht ein alter Sarkophag Cden man hier ausgegrabenJ 
auf dem ein sehr roh gearbeitetes Basrelief sein Triumph: 
zugJ in seiner Form und Anordnung deutlich sogenannte 
etrurische Arbeit zeigt, was auch die nicht zu entzisTcrnde 
lange Inschrift bestätigt. Da ich mich sehr siaubig ge, 
macht, beeilte sieh unsere ganze Bettelbuben:Custodens 
Compagnie mich rein zu machen, und alle arbeiteten zu 
gleicher Zeit an meinem Rock. Diesen Schwarm zog ich 
wie der Rattenfänger von Hameln an meinen RoXsehößen
        

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