Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-447915
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-452427
Kirchen 
.Tuscanella. 
in 
373 
durch nach den Kirchen hin. Die erste, eine der ältesten 
christlichen, die in Italien existieren , ist von außen etwas 
dürftig in ihren Verhältnissen: eine ziemlich hochgiebelige 
Fa5ade mit einer Bogensrellung von drei Bögen, der 
mittlere ist das Thürportal, in demselben Charakter wie 
das in Corneto, nur reicher geziert und dadurch etwas 
überladen und in seinen Verzierungen roh. Jnwendig ist 
sie ganz im Basilikenstyl, eine Säulenreihe trennt auf 
jeder Seite das Mittelschiff von den Seitengängen, die 
in der Mauer keine Fenster haben; nur in der Nische 
hinter dem Hochaltar ist ein großes Fenster und gegen: 
über eins über der Eingangsthür, als Rosette. Zwei 
schöne alte Kanzeln, ein Altar und ein wahrscheinlich 
altes Taufbecken, wie ein großer achteckiger Brunnen, 
waren merkwürdig, an leHterem die acht Seiten jede 
mit einer andern Rosette ausgefüllt und unter diesen 
eine Vermischung des Antikrömischen mit dem Altchrisi: 
lichem, so daß es wahrscheinlich in die Zeit Constantinis 
fällt. Die Fresken in der Kirche, die aber nur hie und 
da noä; sichtbar, sonst kaum zu ahnen, scheinen sehr alt 
zu sein, wahrscheinlich war sie einst ganz so ausgesthmückt. 
Es gab einzelne interessante Capitäler an den Säulen, 
unter denen einige sogar antik und aus einer schönen Zeit 
waren. Jetzt wird die Kirche nur zwei Mal im Jahr 
gebraucht, am Ostertag und an einem Marientag. Zum 
Dach regnete es in Strömen herein. 
Von hier gingen wir zur andern Kirche, St. Peter, 
die von außen, d. h. nur von der Borderfaxade, denn 
nur diese ist erst fertig, äußerst schön ist. Schlank ragt 
das Mittelschiss, das ein flachgiebeliges Dach deckt, über 
die Seiten hervor; in der Mitte ist ein aus weißem
        

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