Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Briefe eines deutschen Künstlers aus Italien
Person:
Speckter, Erwin
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-447915
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-450225
Farnesina. 
Sixtina. 
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hin; überhaupt scheint fest, Gott Lob, die Gefahr vorüber 
zu sein und der unglückliche Erfolg des ersten Pistolen: 
schusTes diese jungen Leute abgekühlt zu haben, die am 
Ende doch nichts sind, als junge Brauseköpfe, die, vom 
französischen Freiheitsschwindel ergriffen und nicht wissend, 
was wahre Freiheit ist, einem Wahne nachjagen, zu dessen 
Verwirklichung sie Alles aus dem alten Gang und Ges 
leise bringen und nichts als Neues einführen wollen. 
Heute scheint nun wirklich Alles ruhig zu sein und die 
Revolution keine anderen schlimmen Folgen gehabt zu has 
bcn, als daß durch die Unterbrechung der polizeilichen 
Ordnung wieder viele Räuber und Mörder herum schwur: 
men und man Abends nicht allein ausgehen kann. Ues 
brigens wird auch morgen zur Sicherheit der Fremden 
ein Schritt geschehen; da der franzößsche Gesandte sich 
an den Papst deshalb gewandt, so werden sie unter be: 
sondern Schuh gestellt werden. 
Das war die Geschichte der NeVolution und des Car: 
nevals hier, oder vielmehr die große Epoche der Bart: 
abschneidung in Rom. 
Nun will ich Euch noch erzählen, daß ich die Far: 
ne17na und die Sixtinische Capelle gesehen und von Beiden 
gleich überrascht worden bin. Besonders aber doch durch 
die Sixtinischel Hier find, ich Alles gelöst, was in der 
Kunst möglich ist; aber keinen Meister kann man weni: 
get aus Kupferstichen kennen lernen, als Michel Angeln. 
Gegen diesen göttlichen Riesen freilich muß selbst Rafael 
zurücktreten. Das Einzige, was ihn neben Michel An: 
Mo hält, ist feine unendliche Liebenswürdigkeit, Grazie 
und Schönheit. Hat der Himmel sich seiner erbarmt und 
s7 He
        

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