Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Förster, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-437565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-442729
IBilbhauers 
MicheYagnolo 
und BaUmeifiercZ 
Bnoitarroti, 
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sehr ehrw1irdigen Herrn Proreetors Don Bincenzio Borg: 
hini genügendes Lob zu spenden, als daß die Mitglieder 
der 3eichen:Akademie ihn als Haupt, als Lenker nnd Rath; 
geber jener. Exequien feierten; denn war auch jeder Von 
ihnen im Stande viel Grdßeres in seiner Kunst zu leisten 
als er that, so kann doch ein Unternehmen nur zu ehren: 
vollem Ziele geführt werden, wenn ein Einzelner nach der 
Weise eines erfahrenen Steuermannes und Führers alle be; 
herrscht und Macht über sie ausübt.  
Da nicht die ganze Stadt an einem einzigen Tage 
die Ausschmückung der Kirche in Augenschein nehmen konnte, 
so blieb sie in Auftrag des Herzogs viele Wochen under; 
ändert, zu Befriedigung der Einheimischen und der Fremden, 
die aus der Umgegend kamen um Zsie zu sehen. 
Eine große Zahl Grabschriften und Verse in Latein 
und in der Volksspraclfe, welche viele treffliche Männer zu 
Michelagnolo7s Ehre verfaßt haben, wollen wir nicht bei: 
fügen, sowohl weil sie für sich ein Werk ausmachen wür: 
den, als auch weil sie von andern Schriftsiellern. aufge: 
zeichnet Hund herausgegeben sind. sDoch will ich nicht 
unterlassen hier am Schlusse zu berichten, daß der Herzog 
stach den ebengeuannten Ehrenbezengungen Befehl gab, 
Michelagnolo ein ruhn1würdiges Grabmal in Saum Croce 
zu geben, da er schon während seines Lebens den Wunsch 
geäußert hatte, einst in jener Kirche beigesetzt zu werden, 
wo sich die Gruft seiner Voreltern befand. Se. Ereellenz 
schenkte Liouardo, dem Neffen Michelagnolols, den zu 
dem Grabmale ndthigen weißen und, bunten Marmor, das 
Jerusalem jin einer hödhl1 vedantifkhen Weise beekittelt hätte.  Auch 
von sHrn. Gio. Maria Taktik: erisiirt eine bei Gelegenheit des Leichen: 
begiingnifses des Michelangelo gehaltene Rede. die 1564 zu Florenz 
in 4to erschien. Bottari ist jedoch der Meinung, daß lich dieselbe 
auf eine dem Michelangelo von Seite einer besondern Brüderscdal1 
verantIaltete Trauerfeierlichkeit beziehe. 
Busoni 2cbensbesei;rtibungkn. V. Thl. 
3l
        

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