Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Förster, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-437565
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-439708
Maler 
und Bildhauer 
Aus 
T5olterra. 
17l 
er es dem CardinalTriulzi zeigen konnte, dem es so wohlge: 
fiel, daß er es nicht nur kaufte, sondern auch sOauiello selbst 
sehr lieb gewann, und ihn kurz nachher mit Kuniiaufträ:  
gen nach Salone,5J einem ihm zugehörigen beiRom gelege: 
nenLandgut, schickte, wo er eine große Villa gebaut hatte, 
die er mit Brunnen, Stuccaturen und Malereien verzieren 
ließ, und wo gerade einige Zimmer vonGiovannmaria 
aus Mailand und Andern mit Stnccaturen nnd Grot:MaltlnSa: 
tesken ansgeschn1ückt wurden. Getrieben von Wetteifer lW 
und von dem Wunsch, einem Herrn zu dienen, durch den 
er vielEhre undVortheil zu gewinnen hoffte, mal,teDaniello 
gemeinschaftlich mit jenem Meiner in einer Reihe von Zin1: 
Mem und Loggien verschiedene Gegenstände, vornehmlich viele 
Grottesken mit allerlei kleinen weiblichen Gestalten. Am 
beiien glang, ihm jedoch ein Frescobild von Phaäton, mit 
lebensgroßenFignren, und ein kolossaler Flußgottssseine sehr , 
gute Gestalt. Alle diese Werke nahm der Cardinal oftmals 
in Augenschein, brachte bald diesen, bald jenen Cardinal 
mit, und Daniellos erlangte dadurch bei vielen unter ihnen 
Gunst und Arbeit. . ,  
Ja der Zeit verzierte Perino del Vaga die Capelle 
des Herrn Agnolo dei Massimi in Saum Trinitä und da 
er eines jungen Mannes zur Beihülse bedurfte, so ging 
Daniello, der etwas zu lernen wünschte, zu ihm, außerdem .g,iksks;z,km 
VUkth seine Versprechungen gelockt, und half ihm in jener MVWs 
Capelle bei einigen Dingen, die er mit großem Fleiß zu 
Ende führte.    
Vor der Plünderung Roms hatte Perino, wie ich früher 
erzählt, CI in der Wölbung der Capelle des Crucifixes von  
II Salone ward später ein von Bauern ve1vohntes Dorf, welches 6 
Miglien von dem großen Thore Mosca ms33icre2 an der Quelle des 
Baches von Trevi liegt. fBottari.J 
VI S. 1v. 2. p. 483. 
        

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