Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Förster, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-432466
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-434490
Baccio 
Bandinelli. 
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fehlerhaft aussiel, verwandelte er ihn in einen Bacchus 
nnd gab4ihn nachmals dem .HerzogZs dieser bewahrte ihn 
viele Jahre im Zimmer seines Palastes und ließ ihn vor 
kurzem in den 3immern des ErdgeschosTes, die er im Sommer 
bewohnt, in einer Nische anfstellen. VI Ja derselben Grbße 
hattesBaecio die sitzende Figur einer Eva angefangen undEvss1t1 eins 
zur Hälfte vollendet, wegen des Adams jedoch, zu dem sie  
gehörte, unvollendet liegen lassen, denn da er einen Adam 
in vercinderter Stellung begann, mußte er auch bei der 
Eva Gleiches thun. Die frühere sit2endeStatue verwandelte 
Er in eine Eeres, und gab sie zugleich mit der von ihm  
gearbeiteten nackten Statne eines Apoll, der durchlauch: 
tigen .Herzogin Leonora, die sie im Garten Pitti an der 
Vvrderseite des Fischteiches aufsiellen ließ, III der nach An: 
Habe Giorgio Vasari7s eingerichtet und gebaut ist. BaccioN 
arbeitete die beiden Figuren von Adam und Eva mit gro; Adam und 
ßem Eifer, in der Meinung, er werde dadnrä; dem Publi: Eva. 
cum und den Küniilern wie sich selbst Genüge thun, und 
Vollendete und polirte sie mit allem,Fleiß; als sie jedoch 
an ihrem Ort standen und aufgedeckt waren, hatten sie das; 
selbe Schicksal wie seine andern Arbeiten, sie wurden durch 
lateinische Sonette und Verse allzusireng getadelt, ja der 
Sinn des einen sagte: Gleich wie Adam nnd Eva durch  
khkesSüude das Paradies befleckt nnd mit Recht daraus  
Verlust worden wären, also verdienten. diese Figuren, welche 
die Erde befleckten, ans der Kirche geworfen zu werden. VI  
VI Wir können nicht angeben, wo die Statue Ich ietzt befindet. 
VI Die Ceres nnd der i1ipoiio, von denen so even die Rede gewesen, 
sVSfinden sich in dein Garten Bov.oii, in zweisjIis0en zu beiden Seiten 
TM Grotte, die man vor sich erblickt, wenn man vom Palast Pfui 
aus in den Garten tritt.  
VI Sie wurden später, im J 1722, von da entfernt, nicht weil man 
 deren Kunstwerks; verkannt hätte, sondern weit man sie ihrer Nackt: 
beit wegen an einem heftigen Orte nicht dulden zu dürfen glaubte.
        

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