Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-421658
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-422824
BenoiäVs 
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Araceli it; der CapelIe 
Antonius Von Padua, 
der Cefarini die Geschichte des heil. 
worin er den Antonio Colonna und 
In Rettig 
Fressen nnd noch grdßtentheil5 wohl erhalten, nur die Altartafel 
fehlt; sie ist, so viel mir bekannt, in Besitz des Kdnigs v7on Bayern, 
und nun vermuthlich in der Münchner Ipinakothet aufgestellt. 5Basari 
hatte diese große Arbeit nicht so flüchtig übergehen sollen, sie ist vor 
der Skala delGiganti im Palazzo del Te zu Mantua das einzige 
Werk, wo der ganze architektonische Raum ohne irgend eine Abtheis 
lang Thier die Decke ausgenommen; zu einer zusammenhängenden 
Malerei benutzt worden ist. Die Altartafel enthielt die Andetung 
Oder Könige; die Nische,lworin sie sich befand, ist als ein Rosengarten 
ausgemalt, welcher von blonden Engeln begossen wird; andere 
knieen oder schweben über den Bäumen, das ChristnStind cauf der 
Altartafe0 anzubeten ; in ihren goldenen Kronen stehen Jnschriften: 
iG1okia in excelsis etc. An den zwei schmalen Seitentvänden vor der 
Altarnische sieht man die Verkündigung der .52irten. Dicht da: 
neben auf der Wand zur Rechten beginnt nun der Zug der drei 
Könige, welcher sich in ziemlich großen Figuren, trotz der Unter: 
brechnngen kleiner Fenster nnd der Cingangsthüre, zusammen: 
hängend um die drei Wände herumbewegt. Man sieht das Gefolge. 
der Kdnige zickzack den Berg herabkommen. und unten in der 
Ebene; eine Menge von Pferden, ein Mehr, ziehen den Blick 
anf1ich ;i unter dem Gedrängeidas Bildnis des Malers mit rother 
Mütze und goldener Ueberschrist: 0pus Bcaotiiz lieben ihm nich: 
rere mit gleicher Kopfvedeokung und ein Mann, welcher einen Schim: 
1ncl führt. .52ieraus der jüngste König , ebenfalls einen weißen Zel: 
ter reitend, voraus zwei schöne Pagen, dann drei andere, welche 
dem zweiten König angehören; dieser mit Turban nnd Krone ge: 
schmückt, zeigt sich über der Thüre; vor ihm ziehen Reiter und Fuß: 
gcinger mit Bogen und Pfeilen einher; endlich zuvorderst reitet der 
älteste König mit langem weißem Bart, gleichfalls von Pagen um: 
geben, einer davon heilt einen kleinen Tiger auf dem Pferde; Zu 
äußerst sieht man den Zug, nachdem er an der heiligen Stätte ver: 
weilt hat, wieder den Berg hinauf, und von Lascthieren begleitet, 
J hinwegziehen. Diese ganze reiche Scene bewegt Ach in der anmuthig: 
steil Umgebung von Wiesen und. F2ügeln, mannichfaltigen Gründen 
Und Odrfern, Felsen und Iagdrevieren; überall Fruchtbciume, Orkan: 
gen, Pinien und Ehpressen; die Wand des Eingangssvdllig der 
Gegend von Florenz ähnlich. Im Vordergrnnde eine Menge VIII 
wen, Pdgel und krieehende Thiere. Die Figuren sämmtlich sind voll 
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