Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-421658
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-425413
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LXXV1l. 
Leben 
sdcs 
Malen; 
L. Bruder nnd. Schwestern und noch sonst mehrere berühmte 
Menschen jener Zeit VI. 
Tafel sei: Zu Meiste Oliveto in Neapel in der Capelle des Paolo 
 Tolosa ist eine Tafel Von Pintnricchio, darauf Maria Hirn: 
melfahrt. VI Unzählige andere Werke vollführte er in ganz Jtag 
lieu, da sie jedoch nicht sehr vorzüglich waren, will ich 
sie mit Stillschweigen übergehen21J. Pinturicchio pflegte zu 
sagen: am meisten Trefflichkeit verleihe ein Maler seinen Ge: 
sialten, wenn er sich um sein selbsiwillen, nicht wegen des 
Dankes der Fürsten oder sonst irgend jemandes mühte. 
 
19J Von diesen Malereien in dersEngelsbnrg ist7nichts mehr vorhan: 
den. Bunsen in Platners Beseht. v. Rom il. 4., tu. Mariotti 
erzählt aus Urkunden, Pinturicehio habe i. I. 1495 für diese Ar; 
beiten im Batican und in St. Angclo noch als besondere Beloh: 
innig soder Vergütung eines unbezahlt gebliebenen Restes, Zwei 
Grundstücke, jedes zu 5o Rnppien, im Gebiete von Chiusi, mit ei: 
nein Lehnzins auf 29 Jahre von jahrl. So Kdrben Getreide, welche 
damals so fl. Werth waren, und nachher an deren Stelle zwei 
,Pfuud Wachs, vom Papst erhalten. Ins Jahr 15o6 erhielt er 
von Papst Julius 1I. noch ein drittes Grundstück mit dem jcihr: 
lichen Zins von zwei Kammergulden in Gold. Leu. km. pckuz. k. 
245. US. X 
VI Dieß Bild ist noch wohl erhalten und wird wohl mit Recht als 
eines der besten Werke Pinturicchio7s angesehen. Auf dem Mittel: 
bilde sieht man Maria .f2immelfahrt, auf dem rechten Flügel St. 
Sebastian, eine schöne nackte Figur, auf dem linken einen heiligen 
Bischof. s  
24J Della Balle in seiner Geschichte des Doms von Orvieto ji. ists 
theilt ein .Breve Papst Ale1randers, VI. auf die Bitte  der Qrvieta: 
net mit, ihnen den Pinturicchio zu senden, damit derselbe die Ge: 
wilde am Gewölbe der Domcapelle S. Brizio, welche Frei Giovanni 
aus Fiesole angef1ngen, beendigen möge. Pintnricchio folgte auch 
dein Rufe, zog sich aber den Unwil1en der Orvietaner durch die 
Verschwendung zu, die er mit Azurblau und Wein trieb. Von 
 letzterem bewilligte man ihm qu.mtum 1ibehat, aber für die 
vielen Pfc:nde Ultramarin, die er verlangte, fehlte es an Geld. 
 sS. ebend. p. 318. Nach Oriini malte er dort für den Preis von 
5o Dukaten die vier .itirchenlehrer in der großen Tribune.
        

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