Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-421658
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-422352
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LlIl. 
Leben 
des 
florentinischen 
Malers 
genügen zu lassen. Lorenzo, der nichts erlangen konnte, 
gedachte Filippo in anderer Weise zu ehren, so weit es mdg; 
lich sey; als er daher dessen Sohn Filippino nach Rom 
sandte, dem Cardinal von Napoli eine Capelle zu malen, 
ließ er ihn seinen Weg über Spoleti nehmen und gab ihm 
Anftrag, in der Kirche der Madonna, unter der Orgel 
oberhalb der Sacrlstei, dem Filippo ein Marmorgrabmal zu 
hatten. Hierbei verwendete Lorenzo hundert Dncaten, die 
von Nofri Tornaboni, dem Vorsteher der Bank der Medici 
gezahlt wurden, nnd ließ Messer Agnolo Poliziano folgen: 
des Epigramn1 dichten, welches, in antiker Schrift auf 
jenem Grabmal zu lesen ist: , 
Conc1itus hie ego sum picturae fama Pl1ilippus, 
Nu1li ignota meist: est gratia mira manus. 
Artificis potui s1igitis animare co1oreNs;   
spekataqne animos fa1lero voce diu. 
IPsa meis stupuit natura expressa Hguris; 
Meque suis fassa est artihus esse parem. 
Marmoreo tumulo Mei1ices Laurentius bit: me 
condicIic: kaute l1umi1i pulvere tectus ersann.  
 Fka.Filippo zeichnete sehr gut, wie in meinersSamm: 
lang von .Handzeichnungen der berühmtesten Meister zu 
erkennen ist, vornehmlich an einigen Blättern, auf welchen 
man die Tafel von Same Spirito und die Capelle von 
Prato abgebildet sieht. TO J 
Tcssq1H. 
TO In der Sammlung der .52andzeicI2nungen zu Florenz findet sich 
nur eine weibliche Figur von Filippo Lippi. Im vrittlscl;en Museum 
befinden sich Studien zu Händen und Gewändern von ihm in schwur: 
set KkSidti mit Weiß aUfgthöhts Passavant, Kunstreise S. 224.  An 
Madonnenbildern des FiliPpo ,Lippisist besonders das Berliner Mut 
seumLreic;; s. Nr. 1s5. ists. 4k38. 17o des Perzeichniffes; das scydni1e 
1e38, welches die Madonna vor dem in Blumen liegenden Sl;ristustind 
knieend vorstel1t, eine felI7ge .I3andsct;aft mit dichtem Wald und
        

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