Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-421658
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-425226
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Lsppki 
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.Hörsale der Prioren, stellte er auf einer Tafel, die sehr ges 
rühmt wird, die Madonna dar sammt den Heiligen Stephanus 
nnd Johannes dem Täufer D, und malte in Freseo ein srhö: 
neö Tabernakel auf der Ecke al Mercatale zu,sPrato, den Note 
neu von Santa Margherita gegenüber, nahe bei einigen Häng 
fern, die ihnen gehörten. Auf leuchtendem Grunde sieht man 
die Madonna von einem Seraphimchor umgeben, nnd Filippo 
zeigte hier unter andern viel Kunst und Urtheil bei einem Drei: 
cijen, welcher sich unter den Füßen der heiligen Margaretha  
krümmt, so seltsam und schrecklich, daß man deutlich erkennt, I , 
wo sein Körper Gift, Feuer und Tod beherbergt. Alletzs 
Uebrige ist mit Frische. und Leben gemalt, und der Künstler  
verdient wegen dieses Bildes höchsies Lob. H; Zu Lucca voll: Zu sum. 
führte er Einiges; unter andern eine Tafel für eine Capelle  
der Kirche S. Ponziano, die den Mdnchen von Monte Oliveto . 
gehört. Inmitten dieser Capelle befindet sich eine.Nische, worin 
ein heiliger Antonius sieht, der von dem vortrefflichen Bilds 
Dauer Andrea Sansovino sehr schön in erhabener Arbeit, 
verfertigt isk.43J F       
Filippo wurde nach Ungarn zum König Matthias he: 
rufen, wollte jedoch nicht dahin gehen, nnd malte statt dessen 
in Florenz zwei sehr schöne Tafeln, die jenem Herrn gesandt 
wurden; die eine stellt jenen König dar, wie man sein Bildniß 
auf Medaillen sieht. Einige seiner Arbeiten schickte er nach 
U; Im Gemeindesaal Fu Prato bewahrt man 
Madonna mit Iohanties dem Täufer von 
ein h. Sebastian ist aber nicht dabei.  
ein Rund, worin die 
Filippino gemalt iß; 
M; Dies Bild wurde an. mehreren Stel1en abgekraizt, um den dabei 
angewandten Ultramarin zu entwenden, und hat so von der Var: 
harrt der Menschen mehr gelitten, als von der Ungunst der Wäre 
terung.    
II; Die erwähnte Tafel war schon vor Aufhebung derKirk1;e S.4poWu: 
ziano ans der CapelIe verschwunden. 
20 O. ,
        

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