Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-421658
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-425078
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LXXV. 
Leben 
des 
mantuanischen 
Malen; 
verzierten Wagen 27J, 
herclkOh 
den 
den Berspotter 
des Träume 
gestochen, wahrscheinlich nach den,ersien Enttvürfen, da in den 
CartonS die Gruppen verändert und mehr ausgebildet sind sBsktcch 
P. gis. Xlll. Nro.  worunter eines doppeltJ. Alle neun 
Cartons hatAndrea Andreani durch Bernhard Malpigi Lege auf .C2oizs 
störte zeichnen lassen und in Chiaroseuro mit drei Platten berauben 
gegeben. Dazu gehdrt ein Titelblatt mit Mantegnals Bildnis und 
die Zeiehnungen der Pfeiler, welche die in den Eattons durchschnits 
teilen Figuren verdecken. Nachstiche dieser .iäolzfchnitte in Kupfer 
hat man von Pan Audenaerd, Rom esse bei Dom. de Rossi, nnd 
nach den Originalen, jedoch etwas manierirt gearbeitet, End die 
g Blätter von C.F2uhberts zu S. Slerke7s Praehtausgabe des Jul, 
Cäsar, London t7i2. In der k. Gallerie zu Wien befinden sich 
acht kleine grau in grau auf Papier gemalte Bilder dieses Triumph: 
zugs. Kraft Berg. S. i39 ff. Mehrere kleine Bilder. der Art in 
bunten Farben sind, unter MantIgna75 Namen in der Münchner 
Gallerie. Ueber den Inhalt dieser reichen Composition vergleiche 
Goethes trefflichen Aufsatz: Triumphzug von Mantegna, S. W.s 
Bd. 39. S. tu ff. 
lieber die Zeit der Entstehung dieser Cartond ist Folgendes zu 
bemerken; Pasari sagt weiter unten: Mantegna sey von Jnnocenz 
V1lI. nach Rom berufen worden, und ferner:.er habe, wie Ant. 
Pollajuolo, Vergnügen daran gefunden, in Kupfer zu stechen, und 
unter andern seine Triumphe herausgegeben. Im Leben des 
Mart Anton endlich cNro. 152 zu AnfangJ wiederholt er diese 
Notiz mit der kleinen Pariante: Mantegna seh in Rom mit den 
Kupferblcittern bekannt geworden, welche Baccio Baldini nach den 
Entwürfen des Sandro Botticelli gestochen, und habe, dadurch vers 
anlasjt, viele seiner eigenen Werke in Kupfer gebracht. Baldinucci 
in der Einleitung zu seiner Geschichte der Kupferstecherkunst Ccos 
Judicium. c Presse. P. Il.J ordnet bieß so, baß es scheint, als seh 
das Schlachtstüct, welches Am. del Pollajuolo gestochen, hanptsäch: 
lich Veranlassung gewesen, daß Mantegna sich im Kupferstich vers 
sucht und seine Triumphe herausgegeben habe. .s2iergegen wäre 
so viel nicht einzuwenden, wenn man in Betracht zieht, daß In: 
nocenz V1ll. auch den Pollajuolo in seinen Diensten hatte, welcher 
den Plan zur Villa Belvedere für ihn entwarf cS. Nro. se. S. 
232;, ja man könnte sogar daraus folgern,7 Mantegna habe die 
Kupferstecherkunst erst oon Pol1ajuolo gelernt, wenn nicht aus dem 
Vergleichjseiner Kupferstiche wahrscheinlich würde, daß er schon
        

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