Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-421658
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-423417
126 
Leben 
des 
Malers 
vd;F;m:7en einem Tischler nnd ließen sich von ihm nahe bei der 4Capelle; 
 die Ercole Verzierte, in die Kirche einschließen. Die folg 
gende Nacht drangen sie mit Gewalt in diese ein und be: 
  gmigten sich nicht die Malerei zu betrachten, womit sie hätten 
zufrieden seyn sollen, sondern entwendeten auch alle Cartons, 
 Skizzen, Zeichnungeu nnd was sonst irgend Gutes da war. 
Crrole empfand hierüber solchen Verdruß; daß er nach 
Vollendung seiner Arbeit, ohne sonstigen Aufenthalt, von 
Nebst Bologna fortging und den Duca Tagliapietra mit sich 
MJ,Izs,W nahm, einen sehr berühmten O Bildhauer, der das schöne 
Marmorlaubwerk an der vordern Brnsiwehr der Capelle ge: 
 arbeitet hatte, die von Ercole gemalt war; von ihm wur2 
den nachmals in Ferrara alle die schönen Steinverzierungen 
an den Fenstern vom Pallasf des .Herzogs ausgeführt.  Ercole 
X aber, endlirh müde, von seiner .Heimath immer fern zu seyn, 
 blieb in Gesellschaft dieses Künsilers von da an siets in 
  Ferrara und vollendete dort eine Menge Werke. Ercole 
liebte den Wein allzu sehr, beraIuschte sich oft und machte 
 dadurch seinem Leben früher ein Ende als sonsi wohl geschehen 
wäre. Ohne irgend ein Uebel hatte ,er es bis zum vierzig: 
M Es iWssien Jahre gebracht, als ein Schlagflnß ihn plötzlich also 
gutes aus traf, dirs ersann; kurzer Zeit narb.sj Er hinterließ ais 
 Schüler den Maler Guido ans Bologna. O Von diesem 
7; Jetzt kaum bekannten. CBotkari.J 
II Seine Grabfc1;rift in der Kirche S. Domenico zu Fektara lautet: 
sepu1ckum egkegii viki Hekcu1iS cksndi pictoris de Perkuki.a, qui 
obiit de meine JuIio qusiikagcns1sius Endo MccCccXXXI. cujus 
tmiti1a requicscat in packe is Lsukentia Maaakda u:ok kideIissima 
et Julius Elias obsequentiss. cum Ie1ckjmis P. P. Cc.l enden: armes 
Hekculis hou qu.1ntum äoluerunt music co1okes, 
Bd tibi pro ruhte psl1or in are just.  
Der hier genannte Sohn Julius wurde Bischof. von Angkona im 
Neapolitanisct;en.  
A Guido Aspertini, von welchem sich eine Tafel, die Anbetung 
der Könige vorstel1end, in der Piuakothek zu Bologna befindet
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.