Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-415977
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-420527
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Leben des Malen; 
gemalt, ein Verfahren, in welchem um das Jahr.1250 Cirnas 
bue den Anfang machte, als er in Gemeinschaft mit.einigen 
Griechen arbeitete, und welches von Giotto wie von allen 
beibehalten wurde, deren bis jetzt Erwähnung gesohehen ist; 
man beharrte bei dieser Methode, obwohl die Künstler erkenn: 
ten, daß den Temperamalereien eine gewisse Weichheit und 
Frische fehle, welche geeignet wäre, den 3eichnungen mehr 
Anmnth, dem Colorit mehr Reiz zu verleihen, wobei sie auch 
die Leichtigkeit vermißten, die Farben in einander zu vertreis 
ben, indem bis dahin ,gew.dhniicb war, ,mit,der Spitze des 
Pinsels kreuzweis zu schrafsiren. II Viele forschten eifrig nach 
tung dieser Farben geschah, indem man das Gelde und Weiße des 
Eies, nachdem es tüchtig geschlagen war, mit der Miltb von jungen 
Feigenschößlingen vermisci;te und mit dieser weichen und elasiiseyen 
 Flüssigkeit sowohl den Grund überging als die mit Wasser geriebe: 
nen Farben beim Malen anmacl;te. Die Farben mußten Erdfarben 
seyn. Nur das Blau, welel;es das Eigelb grünlicy färbte, wurde 
,1nitLeimiangemacdt,s ipeqhalb nxan,später häufig die Temperas 
 Malerei aus.scl;lieLßli.obLfür Malerei mit Leimfarben gehalten bat. 
  CVergl. cLennino Sennini c.4,I1F ff. Basses Ineroci. c. 2o.j Ueber 
 dassecbeVerfahren bei der Wandmalerei; bevor man begann in Freseo 
, ,zu malen, vergl. E. Fdrsier Beiträge zur neuen .iIunstgescl;icyte 
4sjS.218.qVv v.  H 
H Diese sehra.ffirte Manier nimmt man am. deutlicbsien in den Dir: 
  de,rn7 des.Simabue wahr. Daß Giotto eine ifließendere Farben: 
  ibel1andlung9einIführte,V mit weniger zähen Farben arbeitete, hat 
  sssn;on Or. von Rumohr, demerkkity,gemacbt; auch bei einio.IIJ Sinn 
I nesern, und wenn ich nicht irre, bei Duccio selbst, findet sich ein mehr 
breiter und vermalter Austrag, wobei die Farbe pasfoqse.r scheint 
als bei Giotto, Am rühmen impastirt zeigt Ha; die Tempera in den 
Gemälden des Matteo di Siena1tvelcbe Lanzi sur Oelgemälde hielt. 
 Dieselbe breitete, nnd pastose Behandlung ist auch der edlnisa;en 
Schule eigentl;ümIiay. Jedoch wurde in. Italien diessa;rafßk:k 
Manier nie vdlügsverdrcingt. In den bGemkildenides Gentile da 
Fabriano zeigt sie sich deutlich, eben so bei den Penezianern Bat: 
toiommeo Vibarini da Museum cum 147od und cIarko Sri7 
MliCu72Ji    .  
        

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