Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister
Person:
Vasari, Giorgio Schorn, Ludwig
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-410280
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-413136
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Leben 
der 
Bildhauer 
und 
Baumeisier 
im Jahre 1330 unter dem Gewölbe von Saum Neparata 
der Leichnam des heil. Zenobins gefunden ward, faßte derselbe 
Meister Cione jenen Theil vom Haupte des Heiligen, der noch 
heutigen Tages in demselben bewahrt und in Procession 
herumgetragen wird, in einen silbernen Kopf von natür: 
lieber Größe XI. Dieser Kopf galt damals für etwas sehr 
Schönes, und machte dem Künstler einen großen Namen, 
welcher bald darauf mit Reichthum und Ehren überhäuft 
iXarb.  
SFhü1kkkes Meister Cione hinterließ Viele Schüler, unter andern 
ZEIT,  Forzore di Spinello aus Arezzo, der Ciselirarbeicen aller 
 Art sehr schön ansführte, vornehmlich aber historische DarsielIun: 
gen von Silber, die im Feuer emaillirt wurden, wie dieß 
eine Bis:hossnuitge mit koskbaren Emailverziernngen und 
ein sehr schdner Bisä;ofsstab von Silber im Dorne zu Arezzo 
beweisen. Derselbe Künstler arbeitete für den Cardinal Gar: 
leotto von Pietrnmala vieles Silbergeschirr, welches nach 
dessen Tode den Brüdern von Veknia anheim fiel, woselbst 
er begraben seyn wollte IV. An jenem Orte hatte der Graf 
ssc.pss 
ter des Oreagna, dessen Leben weiter unten folgt. Ndm. Ausg.  
Früher, als die genannten, war Meister Ugolino Pieri aus Siena 
in dieser Kunst berühmt, wie jeder an dem bewnndernswürdigen 
Reliqniarium des heil. Leintüeykeins zu Orvieto sehen kann, das von 
ihm und andern iienesisct;en Goidsa;mieden im I. 1338 gearbeitet 
wurde, wie die am untern Rande stehende Inschrift beweist. Dies 
ReIiquiariu1n wiegt 600 Pfund Siibers und ist ganz mit Schmerz: 
gemälden und kleinen runden Figürepen von nicht ungeschickter Guß; 
vorbei: geziert.  F. G. D. 
Inschrift: An. 
St. J. sc. 11l. 
H Disß Werk ist nicht von Eiern, sondern trägt die 
 dran .Lkcliti de Florct1tia me fecit. S. CEC0gnsret 
pag. 43Z.  S.  
VI Die oben erwähnte Bifcyofsmüye und der Bifchofsstab finden Ach nicht 
mehr im Dorne zu Arezzo; auch ist nicht bekannt. daß das Silber:
        

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