Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus den Katakomben des Callist an der Via Appia zu Rom
Person:
Alex, Edmund
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-399842
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-400220
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In derselben Krypta der Lucina, zu welcher das Grab des 
Eornelius gehört, finden wir endlich noch zwei quadratische Grab: 
zimmer, mit denen wir unsere Wanderung abschließen. In dem 
ersten Grabgemache befinden sich Decorationen in fast classischem 
Style; Welcker erklärt, daß dieselben dem ersten christlichen Jahr: 
hunderte angehören, keinesfalls können sie jiinger sein, als aus dein 
zweiten Jahrhunderte. Pompejanische Decorationen und diejenigen, 
welche sich z. B. in einem neuerdings ausgegrabenen heidnischen 
Grabzimmer an der via Latjna finden, lassen sich am nächsten mit 
den hier gefundenen vergleichen. Selbst Genien sind hier ange: 
bracht, von denen eine den Thyrsusstab schwingt. VI Von den Bildern 
ist nur noch dasjenige zu erkennen, welches sich über dem Eingange 
zum zweiten Zimmer befindet. Es ist die Taufe Christi. Christus 
steigt nach dem Empfange der Taufe aus dem Wasser; über ihm 
schwebt die Taube. 
Das zweite Zimmer ist eines der interessantesten. Wir 
betrachten die Eingangswand: ans beiden Seiten von der Thüre 
befinden sich Bilder  das über der Thüre befindliche, welches 
vielleicht eine biblische Geschichte darstellte, ist zerstört D; in einem 
Blumengefilde sitzen zwei Vögel, einer gegenüber dem anderen, 
bekannte Sinnbilder der Seelen der Gäubigen, die befreit von den 
Banden des Leibes aufgeflogen sind in den Schooß Gottes. iDas 
andere Bild stellt auf einer kleinen Erhöhung einen Melkeimer dar, 
zu dessen Seite sich ein Schaf und ein Widder befinden. Bezeichnet 
das erste Bild das Leben der seligen Geister im Paradiese und 
im himmlischen Frieden, so stellt dies Bild das gegenwärtige Leben 
dar, in welchem den Gläubigen zur Stärkung und Nahrung die 
Milch der Eucharistie gegeben wird. Daß das Gefäß mit Milch 
in der Hand des Hirten ein Symbol des Abendmahles sei, schloß 
Buonarotti ans den Acten der afrikanischen Märthrin Perpetua.HJ 
III Eine unverfängliche, aus der heidnischen Kunst heri1bergenon1mene 
Verzierung, wie man auch Delphine, Dreizacke und dergleichen herübernahm, 
wie man sogar auf den marmornen Grabplatten das D. M. Cdis manibusJ 
flehen ließ, wohl ohne es christlich zu deuten.  
VI Acker Perpetuae et Pelioitatis in Rainart, acta print. marti., die 
bekannte Bissen der Märtyrin: sie steigt auf goldener Leiter nah des DraGeu
        

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