Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der deutschen Mythologie mit Einschluß der nordischen
Person:
Simrock, Karl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-391329
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-393392
Quellen. 
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Selbständigkeit; aber nicht nur sind unsere Denkmäler älter, sie sind 
auch echter, und selbst was wir aus heutigen Quellen, aus dem Munde 
des Volks, aus der in Märchen und Sagen, in Sitten und Gebräuchen 
noch fortlebenden Ueberlieserung schöpfen, deutet auf einen ältern und 
bes3ern Zustand der Mythen, die sich seit der Einführung des Christen- 
thums nicht weiter entwickelt haben, damals aber üch von ihrer ursprüng- 
lichen Gestalt noch nicht so weit entfernt hatten als in dem später be- 
kehrten Norden, wo sie in jüngere: und beTvusterer Zeit, als sich das 
Heidenthum fast schon ausgelebt hatte, der Willkür der Skalden, ja christ- 
licher Aufzeichuer anheimgefallen waren. 
4. Quellen der Mythologie. 
Die Quellen der Mythologie ausführlich zu besprechen, gebricht hier 
der Raum, und nur der Raumersparuug wegen gebe ich hier diejenigen 
Werke an, auf welche ich mich am Häufigsten beziehe, damit ich nicht 
immer genöthigt bin, ihren Titel vollständiger anzuführen. Unter den 
nordischen stehen billig die beiden Edden voran, welche ich gewöhnlich 
nach meiner Uebersehung citiere: ,DieEdda, die ältere und jüngere, nebst 
den mythischen Erzählungen der Skalda." Stuttgart und Tübingen, 7te 
Auflage, 187s. Jn den Erläuterungen ist über die Bestatzdtheile beider 
Sammlungen Auskunft gegeben. Die ,Skalda' begreift sie nur insofern 
als sie mt)thologische Erzählungen enthält:" diese sind den Capiteln der 
beiden ersten Abschnitte Gy1fugjm1i11g und Bragamedur angereiht, und 
zwar so, daß die Zahlen dieser Capitel, welche Dämisagen heißen und 
daher- D. eitiert werden, bei jenen ans der Skalda ausgehobenen Erzäh- 
lungen weiter sortgesührt werden. Zum Nachschlagen des Originals be- " 
dient man sich für die ältere am Besten der 1860 zu Leipzig erschienenen 
Ausgabe to-zu Thcodok Miuiius (1s:(1d2  hin-. kk2zd-2); doch stimmt 
meine Uebersetzung in den Strophenzahlen mehr mit der Ausgabe von Her- 
man Lüning (Ziirich 1859), welche sich auch durch Glossen: und Grammatik 
1t.s.w. empfiehlt; für die jüngere, mit Einschluss der Stalda, der Aus- 
gabe Reykjnv"c""k 1848, 1itgefin as sue-inl)ir1:li E)gi1ssyni; doch wird es 
gut sein, die den Dätnisagen heißenden Capiteln fehlenden Zahlen beizu- 
schreiben, entweder, wenigstens für Gt)lfaginning und Be-agarödur, ans 
meiner Uebersehnng, oder aus der mit lateiuischem Text begleiteten neuen 
Kopenhagener Ausgabe, deren Gebrauch ich ohuediesz empfehle und sie 
deshalb näher bezeichue: der erste Theil, der die wichtigsten Stücke ent- 
hält, erschien 1848 Unter dem Titel Edeln sno1-ro St.u1-lusonn1-, Austriae 
1848; aber auch der zweite 1852 herausgekommene Theil wird zuweilen 
angezogen werden. Rächst den Edden sind die Pornu1darsögukNorc1r- 
1anda üt-ge-t"nar at C. C. Ro,t"1s, I(nupmunnuhöt"n1829-30, 1llVdc.,
        

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