Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aus Schinkel's Nachlaß
Person:
Wolzogen, Alfred von Schinkel, Karl Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-371628
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-374445
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dieselben, vermehrt durch einige mir frenndlichst mitgetheilte und 
sehr dankenswerthe Nachrichten, welche ein Seitenverwandter 
Schinkel7s, der Herr Prediger G. W. Schinkel zu Barsikow bei 
Wusterhausen an der Do1se, aus Kirchenbüchern mit großem 
Fleiße gesammelt, hiermit vor. 
Der Name Schinkel scheint einer von denjenigen sFamilieni 
namen zu sein, welche ans Ortsna1nen entstanden sind, nnd dürfte 
auf sZolstein oder Schleswig hinweisen. Wahrscheinlich ist, daß 
die Familie aus NeniVorpo1nmern stammt, denn dort kommt der 
Name noch heute häufig vor. J.leberdies fand der Prediger Schinkel 
zu. Barsikow im Jahre.1838 in der Klosterruine von Eldena bei 
Greifswald einen Grabstein mit der Umsehrift: Anno domini 
MCCCXI,VIl, Xl kalenc1ass maii 0biit a1bertus scl1inke1, 
cuius anima per pia1n mjsericorc1iam dei requiescat; in packt 
perpetfua. Amen. Ferner findet sich in Johann Heinrich Zedler7s 
nuivecsacsLez;ikou cLeipzig und Hatte, Bd. xXxIv., S. 1592; 
folgende Notiz: .sgSchinckel, eine Wolgast7sche Familie in Pommern, 
welche einen geharnischten und gespornten Schenkel im Wappen, 
und auf dem Heime drei Federbüsche führen. Ludwig Schinckel ist 
1586 Professor zu Grcifswald gewesen. Mic:rälii A11tiq. P0m. 
lib. VI. pag. 374.c: Endlich enthält, nach giitiger Mittheilnng 
des Herrn HGeheimen Rcgierungsraths von Qnast bzu Berlin, 
ein Aktenstück, welches die Berufung des Candidaten Barthold 
Christian Schinkel zum Prediger in Protzen nnd Steffin bei Fehrs 
bellin CKreis Ruppi10 durch den damaligen Gutsherrn, Balthasar 
in einem starken Quartband zusammengebunden, befand Ach früher im Besitz der 
Frau Prediger Striet,z nnd ist durch deren Erben dem .NeuiRuppiner Magistrat 
verehrt worden. Zur Zeit des Brandes befand es ßch in Berlin und entging 
hierdurrh dem Untergange. Dort ist es auch von F. W. A. Bratring, der eine 
Geschichte der Grafschaft Ruppin CBerlin bei Lange, l800. 8.J geschrieben hat, 
cxcerpirt, und es rühren aus ihm die Urkunden her, welche A. F. Riedel im 
ersten Theil seines codes: dip1omaticus B1sandcnburgensis CBerlin 1848 U. f.J 
hat abdrucken lassen. 
Die Notizen über die Schiukelische Familie stehen in dem Buche unter anderen 
Familiennotizen.
        

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