Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die Baukunst des christlichen Mittelalters
Person:
Springer, Anton
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-364725
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-365168
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Wie 
Elemente 
der 
Architektur. 
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Die Architektur nimmt unter allen Gattungen der.bildenden 
Kunst das größte Alter für sich in Anspruch. Wo kaum das Lied 
ertönt, Bild nnd Schrift verworren in einander fließen, ist schon 
die Baulust thätig und der Sinn für architektonische Formen vors 
handelt. Steinhügel, Thurmbauten, als Decke und Wandverschluß 
geordnete und auf einander gestellte Fels1nassen, gescblossene und 
gegliederte Tempelbezirke fallen in Zeiten und gehören Völkern an, 
deren bildnerische Thätigkeit vollkommen nichtig oder wenigstens 
höchst ärmlich war. Es gehören aber nicht allein die Anfänge der 
Kunst zumeist der architektonischen Gattung an, auch in den Perioden 
ausgebildeter Kunst steht die Architektur als die zuerst entwickelte 
und am frühesten herrschende oben an. 
Das erste Weltalter der Kunst führt uns nach dem Orienie, 
Aegypten mit eingeschlossen. Hier überall erblicken wir die Archis 
tektnr in doppelter Weise herrschend. Zunächst unterliegt es keinem 
Zweifel, daß der Kunstßnn der Orientalen in architektonischen Werken 
Größeres leistete und allgemeiner verßändliche Formen schuf, als 
in der Plastik oder wohl gar in der Malerei. Wir begreifen, 
daß die Hindns in der Anschauung ihrer Felsten1pelund Pagoden 
sich gehoben, den nationalen Stolz und ästhetischen Genuß durch diese 
Bauten befriedigt fühlen; in Bezug ans ihre Bildwerke können wir 
Aeh1Iilcbes nur glauben, wenn wir uns an die seltsamen Gegensätze 
in menfChlichen Anschauungen erinnern. Dann aber finden wir ais 
SdIiasek9s svtilbute. I
        

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