Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-362960
618 
Vierzehntes 
BuOs 
Siebentes 
Capitel. 
sprache der Venetianer hatte er seine EinseHung zu danken. 
Sie erwirkten auch die Anerkennung des Herzogs vonUrbino, 
ihres Generals, im Bcsit3e aller seiner Staaten.1 Florenz 
dagegen sollte mit Wasfengewalt den Medici unterworfen 
werden. Die Unterhandlungen mit Ferrara blieben noch 
schwebend, da der Papst auf jenen Forderungen bestand, 
welche so viel zu seinem Unglück beigetragen hatten. Er 
haßte Alfonso mehr als jeden andern Fürsten, weil er ihm 
hauptsächlich die Katastrophe von Rom zuschrieb. Dem Papst 
zu gefallen hatte auch der Kaiser zuerst die Boten des Herzog53 
abgewiesen, aber dieser es doch dahin gebracht, daß er Carl 
aus seiner Reise nach Bologna in Reggio und Modena be: 
grüßen durfte, und hier hatte der kluge Alsonsosein Ver: 
trauen zu erwerben gewußt. Der Kaiser erkannte, daß es 
ihm niiHlich sei die übertriebenen Ansprüche des Papsts in 
Betreff jener Städte zu beschränken. 
Nach diesen Abschlüssen wurde am 23. Der. 1529 zwischen 
dem Papst, dem Kaiser, dem König von Ungarn, Venedig, 
Sforza, Mantua, Savoyen und Montferrat eine ewige Liga 
geschlossen. Sobald der allgemeine Friede gesichert war, 
sollte der europäisOe Kreuzzug gegen den Sultan unter: 
nommen werden. Aus einem nach Augsburg zum 8. April 1530 
ausgeschriebenen Rcichstage wollte endlich der Kaiser das 
wormser Edict durchführen. Er forderte das Concil, dem 
der Papst auswich. Clemens war dahin gedrängt, daß er, 
gleiO dem Könige Franz, die Stillung des deutschen Kirchen: 
streits für jetzt nicht einmal vorteilhaft fand: der einzige 
4 Francesco Maria blieb stets im Dienste Venedigs. Er starb erst 
48 Jahre alt zu Pesaro, am 20. Ort. 1538. Sein Bild von Tizian 
befindet sich in den Uffizien; seine Statue im Hof des Dogenpalast6. 
Es folgte ihm sein Sohn Guidobaldo It. ,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.