Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-362953
Co71gV9f3 
Bologna. 
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die spanischen Granden konnten auf diese traditionelle Hul: 
digung mit Lächeln blicken, denn was war noch dieser ge: 
schändete Papst, der Gefangene ans der Engelsburg21 
Die jeHt verbiindeten Feinde bewohnten denselben Stadt: 
palast durch viele Monate. Um sie her versammelte sich ein 
Congreß italienischer Fürsten und Diplomaten wie fremder 
Gesandten, während sich die Stadt der Bentivogli mit glän: 
zenden Herren und Frauen und Berühmtheiten Jtaliens ers 
füllte. Jetzt sollte alles noch Widerstreitende geschlichtet, eine 
neue Ordnung in Italien eingefiihrt werden. Es erschienen 
der kranke Francesco Sforza, Federigo Gonzaga, Francesco 
Maria. Es kamen auch die Boten der Florentiner. Auch 
Venedig, noch der letzte selbständige Staat Italiens, entschloß 
sich endlich zum Unvermeidlichen; denn nichts gab mehr 
Hoffnung des Kaisers Macht zu hemmen: die Türken, welche 
dies hätten thun mögen, waren eben am 29. Sept. von den 
Mauern des heldenmiitigen Wien abgeschlagen. Contarini 
der den Papst begleitet hatte, war von seiner Signorie mit 
den F:iedensnnterhandlungen bevollmächtigt worden, und 
diese machte die Forderung von Ravenna nnd Cervia schwierig. 
Doch die Nepnblik erklärte sich endlich bereit jene Städte der 
Kirche, die apulischen Seestädte dem Kaiser auszuliesern, nnd 
sie zahlte außerdem große Summen Geldes. Sforza empfing 
Amnestie und die Jnvestitur Mailands als kaiserlicher Lehus: 
mann gegen Zahlung enormen Tribnts, und nur der Für: 
4 Carl sagte spanisch: Padre szmcto, S0y venid0 a besser los 
pijes de V. s., 10 que es much0 tempo l0 dessem, ayora l0 coms 
pido ev Pobra; s11p1ico a Djos que see. en su servici0 y de V. S. 
Brief Jsabella7s von Este an Nenea Herzogin von Ferrara, Bot. 5. 
Nov. 1529. Archiv S1ois. App. 1I. 320. Der Kaiser überreichte dem 
Papst eine Börse mit Goldstücken, dem Nitual gemäß.
        

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