Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-362481
570 
Buch 
Vievzehntes 
Siebentes 
Capitcl. 
Carl dem Großen herschrieb und Jtalien, dem Reich, ja 
der Kirche selbst so verderbensvoll geworden war, ganz auf: 
zuhebenZ Mit einem Edict, so schien es, konnte der Kaiser 
Rom wieder zur Hauptstadt des Reichs erheben, den Papst, 
wie die Reformation es verlangte, als Bischof in den Lateran 
zurückführen, und die Kirche endlich durch ein Concil refors 
mirenT Eine unermeßliche Umwälzung mußte dann durch 
die Säcularifation des Kirchengutes in Europa erfolgen, nnd 
der Fall der päpftlichen Souveränetät oder des Kirchenstaats 
zog dann wol auch den Zerfall der Kirche in Patriarchate 
und Landeskirchen nach sich, die ihre Vereinigung mit einander 
nur in einer föderativen Verfassung zu suchen hatten. 
Fragen solcher Natur drängten fich dem Kaiser und 
seinen Dienern auf. Ein Ungenannter schrieb ihm am 
8. Juni aus Rom: ,,Wir erwarten daß End. Majestät uns 
genaue Befehle gebe, damit wir wissen wie Sie die Stadt 
Rom fortan zu regieren gedenken, und ob in ihr noch eine 
Form des apostolischen Stuls verbleiben solle oder nicht. 
Ich will die Ansicht von Dienern Ein. Majestät nicht ver: 
schweigen, welche glauben daß man den heiligen Stiel in 
Rom nicht ganz nnd gar aufheben solle; denn der König 
von Frankreich dürfte alsbald einen Patriarchen in seinem 
Reiche aufstellen und dem apostolischen Stul die Obedienz 
verweigern, und so würde auch England und jeder andre 
Monarch thun. Daher schien es Eva. Majestät Dienern 
passend, daß der heilige Stul so niedrig gehalten werde, daß 
Ein. Majestät über ihn stets verfügen und gebieten könne.li1 
und 
Der Erzherzog Ferdinand, jeHt auch König 
Ungarn, meldete feinem Bruder aus Prag 
von Böhmen 
am 31. Mai 
Lettera 
Car10 
VI 
bei 
Hoffmann 
515.
        

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