Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-362080
530 
Bushs 
Vierzehntes 
Sechstes 
Capite1. 
Cocles sich zu erinnern Not hatte, so war es in jener schreck: 
lichen Stunde. Auch Renzo Orsini und sein Sohn Gian1paolo 
befanden sich dort. Ehe nun die Kaiserlichen den Angriff mach: 
ten, gelangte zu ihnen erst hier jener von den Römern 
zuvor abgesandte Markgraf Gumprecht von Brandenburg, der 
sich seit lange in Rom befand. Man nahm ihn ohne weiteres 
fest.1 Tapfer kämpfend fielen Pierpaolo Tibaldi und Vallati, 
Savel1i nnd RenzoIs Sohn. Renzo selbst und Orazio Vaglione 
gaben hierauf alles verloren und flüchteten durch die Stadt 
in die Engelsburg.2 Ueber die Brücke drang die kaiserliche 
Armee in das unglückliche Rom ein. Es war Abends um 
ein halb sechs Uhr. 
Der beifpiellose Fall Rom7s durch einen Feind, der 
diese große Stadt weder umschloß, noch belagerte, noch durch 
Hunger zwang, noch durch eine Beschießung schreckte, war 
schimpflich für die Regierung des Papsts wie für das Volk 
selbst. Rom war eine verweichlichte Priesterstadt geworden, 
das Volk durch Knechtschaft, Luxus und die leonische Cultur: 
4 Wahrhastiger und kurzer Bericht, bei Buder, Nützliche Samml. 
p. 545. Der Prinz hieß nicht Albrecht, sondern Gumbert, und war 
Sohn Friedrichs und Bruder Casimirs. Annalen Von Kilian Leib von 
Rebdorf, im B. Il. 510 der Beiträge zur Polit., Kirchl. und Culturgesch. 
der 6 lehten Jahrh. v. Döllinger. 
2 Busfallini an Vitello Vitelli. Mit seinen Angaben stimmt La Pressa 
di Roma von Celebrino, welcher sagt, daß etwa 200 Römer zu Pferd 
den Paß zur Brücke hielten. Ein ehrendes Denkmal hat Tibaldi der 
Römer Marcellino Alberini geseHt, damals ein Knabe von 16 Jahren, 
dann Verfasser eines handschr. Discorso s0pro. il sacoo di Roma. Der 
leyte des alten Ghibellinengeschlechts der Tibaldi war Simone, der 1528 
bei Barletta fiel. Er ward begraben in der Minerva.  Alberini7s 
Vater flüchtete sich zuerst in den Palast Pichi bei S. L0renzo e Dxrm.; 
gefangen und ausgeraubt, starb er im Juni an der Pest, so auch mehre 
seiner Kinder. Das Diarium des Sohns beginnt mit Leb X. und schließt 
mitsA. 1535. Es verdiente wol den Druck. 
        

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