Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-361902
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Vierzehntes 
Buch. 
Sechstes3 
Capitel. 
Banden wieder ein, die noch in Rom waren, wo sie ihre 
Waffen meist schon verkauft hatten. Viele Große verringerten 
die Anzahl der Verteidiger, indem sie solche für ihre eigenen 
Paläste warben; diese verrammelten und vermauerten sie, 
und versahen sie auch mit Geschützt Jm Ganzen vereinigte 
man ein paar tausend HakenschiiHeu, und einige leichte Reiterei 
unter Valerio Orsini und Giampolo Orsini, einem Sohn 
RenzoIs von Ceri. Diesem selbst gab der Papst den Ober: 
befehl über sämmtliche Truppen. 
Renzo hatte lange Zeit den Venetianern geedient und 
sich durch die Verteidigung von Marseille briihmt gemacht, 
aber sein Ansehn war durch seinen letzten Feldzug in den 
Abruzzen vermindert worden. Der unglückliche Qrsini, dazu 
berufen der Belisar Rom7s zu sein, ließ in Eile den Vatican 
Verschanzen, die Mauern an der Leonina verstiirken und mit 
Geschiii3 versehen. Dort; fatale Verblendung verduukelte das 
Urteil der Römer. Ihre Stadt schien ihnen unbezwingbar. 
Wie sollte das halb aufgeriebene ,,Barbarenheer7t ohne Ge: 
schilt; die festen Mauern Roms erstürmenZ Abgeschlagen, 
mußte es sich aus Hunger in zwei Tagen von selbst auflösen, 
und in dieser Zeit zog die Bundesarmee herbei.  
Einen Augenblick lang hattet Clemens an Flucht auf 
die Schiffe Doria7s in Cioitavecchia gedacht; doch Giberti 
und Jacopo Salviati hielten ihn davon zurück, da nichts zu 
befürchten sei. Bereits aber hatten manche Prälaten die Flucht 
ergriffen. In den ersteuQTagen des Mai sah man die 
Straßen nach Civitavecchia und Umbrien mit Fliehenden 
bedeckt. Heute, so schrieb man am 4. Mai aus ColIefeipoli 
4So bewachte Benven11to Cellini mit 50 jungen Leuten Eben 
pagati e den trattatiz das Haus des Alessandro del Bene: Vit.2 c. VlI.
        

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