Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-360798
Unglückliche Lage 
HadrianDs. 
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haften Wi5es und der Gegenstand schändlicher Verleumdung.1 
Bei dem Gefühl seiner Schwäche verwundeteu ihn die Satiren 
der Römer, welche Julius belächelt hatte. Eines Tags 
brachten ihn die wiHigen Ausfälle des zuchtlosen Pasquino 
so auf, daß er diesen steinernenSchwäHer in den Tiber 
wollte werfen lassen; lächelnd bemerkte ihm der Herzog Von 
Sessa, daß Pasquino auch im tiefsten Wasser als Frosch zu 
reden fortfahren würde. Dies Wort rettete vielleicht den 
berühmten Torfo, und brachte den Herzog bei den Römern 
in Gunst.2 Als man Hadrian die Gruppe Laokoon7s zeigte, 
wandte er sich hinweg: ,,dies find GöHenbilder der Helden.V 
Das Belvedere machte er nnzugänglich; alle dorthin führen: 
den Thüren ließ er bis auf eine vermauern, und zu dieser 
gelangte man nur durch seine eigenen Zimmer. ,,Jch fürchte, 
so schrieb Negri, daß der Papst eines Tags thun wird was 
S. Gregor soll gethan haben, daß er alle diese Statuen, 
die lebendigen Zeugen der Größe und des Ruhms der Römer 
zu Kalt zerschlagen wird für den Bau von S. Peter.E 
Wenn Hadrian unfähig war auch nur feine nächste 
Umgebung zu reformiren, wie sollte er die Kirche selbst ver: 
bessern, wie endlich der deutschen KirOenspaltnng Herr werdens 
Seit dem Reichstag zu Worms war Luther versteckt aus der 
Wartburg; doch seine Schriften bewiesen, daß fein kühner 
Geist am Leben sei. Im März 1522 trat er wieder furcht: 
4 Berni überschüttete ihn und seine Art mit Hohn: 
Ecc:0 ehe pers0naggi, ecc0 ehe c0rte, 
Glis brjgate gaJanti cortigiane, 
Copis, Vjnc1, C0rizi0, e Trinoheforte CGnkefor0 
N0mj da fand sbig0ttire un cane  
0peke burlesc:he l. 66. 
2 subdens Pasq11i11um, ve1 in j1D0 vado, ranarum more, 
esse taciturum. J0vi11s Vjta. Had1s. VI.  
Yl0D. 
Gregorvvius, Geschichte der Stadt Rom. 
Vl1l. 
26
        

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