Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-359902
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Bachs 
Vierzehntes 
Capitel. 
Viertes 
aus dem Verlust einiger der 45 Bücher des Ganzen ent: 
standen sind.1 Um dasselbe reihen sich Biographien be: 
rühmter Zeitgenossen: Alfonso9s I., Consalvo,s, der Päpste 
Leo X. und Hadrian VI, Pescara7s, des Cardinals Pompeo 
Colonna, Zeitbilder voll von vorzüglicher Beobachtung und 
reich an Stoff; sodann die Elogia berühmter Männer älterer 
und neuerer Zeit. Jovius wurde dazu durch Bildnifse ver: 
anlaßt, die er im Museum seiner schönen VilIa gesammelt 
hatte. Schon der Gedanke, solche zu vereinigen, zeigt die 
Erweiterung des Horizonts für den Blick des Italieners. 
Obwol die meisten Elogien Jtalienern angehören mußten, 
so hat doch Jovins auch Deutsche, wie Agricola, Reuchlin, 
Erasmus, Agrippa, Pirkheimer, Albert Kranz, und Englän: 
der, Brabanter, Griedhen, Franzosen, Spanier darin aufge: 
nemmen, und am Schluß seiner Porträts sich an alle be: 
deutenden Männer EuropaYs mit der Bitte gewendet, ihm zu 
deren Ergänzung behülflich zu sein.2 
Jovius machte Befchreibungen des Sees von Como, 
Englands, Rußfands, und verfaßte Commentare Über die 
Türkei. Er schrieb nur eine Schrift italienisch über die 
Mottos 
und 
Spielereien, 
Devisen, 
die damals Mode 
waren. Z 
Italien erhielt in dieser Epoche, wo sein politisches Leben endete, 
feine großen nationalen Geschichtschreiber. Aber während 
Macchiavelli, Gucciardini, Varchi, italienisch schrieben, blieb. 
Jovius Latinist. Er wurde deshalb nur von Gelehrten ge:
        

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