Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356931
Cäsar 
in 
Borgia 
der 
Engelsbmsg. 
15 
Ausgäuge Roms. Selbst mit Mvttiuo, dem Befehlshaber 
der Galeeren Alexanders Vl. in Ostia, hatte Alviano einen 
Vertrag gemacht, ihm den Herzog ausznliefern, wenn er zur See 
entfliehen wollte. Das Kriegsvolk Cäsars sihmoIz täglich zu: 
sammen, weil Consalvo hatte ausrufen lassen, daß jeder Va: 
sall Spauiens bei Lebensstrafe zu seinen Fahnen eilen solle. 
Daher verließen namhafte Capitäne den Herzog, wie Giro: 
la1no Olorico nnd Don Ugo Moncada.I Am Morgen des 
15. Ort. versuchte er durch die Porta Viridaria abzuziehen; 
doch sofort fielen zwei Companien seines Fns3volks3 von ihm 
ab, und zogen sich in den S. Peter zurück. Mit nur 70 
Reiten: mußte er nmkehren, weil er die Orfini auf seinem 
Wege fand. Jetzt stürmten Alviano, Fabio, Renzo da Ceri 
den Borgo, wo sie Feuer an die Porta Torrione legten, um 
in den Vatica11 einzudringen. Eilig retteten die Cardinäle 
4Borgia, Salerno, Arborea und Sorrento den Elenden durch 
den Corridor in die Engelsbnrg, sammt seinen zwei Töch: 
tern nnd den kleinen .5Zerzoge1i von Nepi und Sermoneta. 
Wie die grimmige Meute ein wildes Thier, so bewachten 
die Orsini Cäsar in diesem Kerker, aus welchem ihn die 
spanischen ;Cardinäle in Mönchskleidung fortzuschaffen hoff: 
ten. All sein Hab und Gut im Palast war bereits ge: 
pliindert worden, teils von Alviano, teils vom wachehaben: 
den Capitäu, einem Nepoten des Papfts. In der finstern 
Engelsburg, welche die Todessenfzer Manfreds von Faenza 
und so vieler anderer Opfer seiner Tücke empfangen hatte, 
saß jeHt der Sohn Alexanders mit den ,Trümmern seines 
Hauses, und hier empfing er am 18. Ort. die erschrecEkendeKunde, 
daß auch sein letzter Beschützer Pius lIl. gestorben sei. 
di ,Cm10 
Ulloa Vita
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.