Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter
Person:
Gregorovius, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-356455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-359784
300 
Bushs 
Vierzehntes 
Capitel. 
Wertes 
Concil reichte er eine lange Abhandlung über die Reform 
der kirchlichen Zucht ein.i Er war befreundet mit Re11chlin 
und mit Wilibald Pirkheimer. Der andere, von mütterlicher  
Seite ihm verwandt, und gleich ihm unglücklich, da auch er 
aus seinem Erbe Carpi vertrieben wurde, war erst im Jahre 
1510 Gesandter Ludwigs XlI. in Rom, dann Botschafter 
des Kaisers bei Leo X.; als die Kaiserlichen Carpi befeHten, 
trat er wieder in die Dienste des Königs von Frankreich, 
und war dessen Gesandter bei Clemens V1I.2 Die Partei 
des Kaisers fürchtete ihn als Jntriguauten und nannte ihn 
einen Teufel. Er glühte von Haß gegen die Spanier. Unter 
seinen häuslichen Stürmen, und feinen Pflichten als Diplomat 
konnte er eine seltne Gelehrsamkeit erwerben und zahlreiche 
Schriften verfassen. Schon in feiner Jugend hatte er Aldus 
Manutius in Carpi aufgenommen; aus dem Schüler wurde 
er der Protector dieses großen Typographen. Aldus widmete 
ihm im Jahr 1495 seine Ausgabe des Aristoteles. In 
Carpi hatte Pio eine große Bibliothek gesammelt und eine 
Druckerei eingerichtet; dort baute für ihn Baldassar Peruzzi 
Kirchen. Jn Rom wurde sein Palast ein Versammlungsort 
für Gelehrte und Künstler; aber Alberto Pio wandte sich 
seit der, Reformation von den classischen Studien zur 
4.I0annis F1sancisoi Pioi Mirandolae er 0o11c0rdiae Comitjs 
0ratio at1,Le0n. X. et Concil. Lateran. de R.eformandjs Eva. m0ribus, 
abgedruckt in Disou1ssus E.pjst0lareS P0liticosTheo10gici. Frkf. 1610. 
T Er war geb. A. 1475, Sohn Lione1lo7s von Carpi und der 
Caterina Pico, einer Schwester des Joh. Pico7s. Siehe über die set: 
wilrfnisse im Hause der Pii von Carpi und die .Jntriguen Ferrara,s, 
Tirab. VII. p. I. 1ib. 1l. n. Vl. Alberto Piv blieb in Rom bis 1527, 
und ging dann nach Frankr., wo er A. 1531 starb. Er war vermält 
mit Cecilia Gonzaga. Auch er gehört als Freund Calcagnini7:3 und 
GyraldiIs in die.Kreise FerraraIs, wo er seine Studien gemacht hatte.
        

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